Dresden verpasst ohne Stammspieler Sprung aufs Podest

Am Samstag ging es für den VC Olympia Dresden zum nächsten Auswärtsspiel. Erwartet wurden die jungen Talente vom direkten Tabellennachbarn SV Lohhof. Es sollte keine leichte Aufgabe werden, denn der VCO Dresden musste gleich auf drei erfahrene Spielerinnen verzichten: Kapitänin Lydia Stemmler und Mittelblockerin Lena Linke unterstützten die Erstligamannschaft des DSC beim ersten Halbfinalspiel gegen den SC Potsdam. Mittelblockerin Lena Liegert fiel zudem wegen einer Handverletzung aus. Dafür debütierte Liv-Grete Jarisch in ihrem ersten Bundesligaspiel.

Die junge Mannschaft spürte bereits zu Beginn das Fehlen der erfahrenen Spielerinnen und präsentierte sich ungewohnt nervös. Obgleich sich die Nervosität zusehends legte, verhinderten Unstimmigkeiten im Zuspiel und Angriff den Aufbau eines souveränen Spieles. Beide Mannschaften lieferten sich bis zum Ende des ersten Satzes einen starken Schlagabtausch, den jedoch die Gastgeberinnen aus Lohhof mit 21:25 für sich entscheiden konnten.

Die Dresdnerinnen zeigten sich von diesem Rückschlag unbeeindruckt. Sie dominierten von Beginn an den zweiten Durchgang und ließen mit 25:16 deutlich erkennen, dass sie den Kampf um die vorderen Tabellenplätze aufnehmen wollten.

Im 3. Satz zeigten aber die Gastgeberinnen ihrerseits, dass sie sich von der Dynamik der jungen Talente nicht beeindrucken lassen. So arbeitete die Mannschaft des SV Lohhof gleich zu Beginn dieses Durchganges eine 4 Punkte Führung. Zwar kämpften sich die Dresdner Talente bis auf einen Punkt heran, doch verhinderte unnötigen Fehler im Aufschlag und fehlende Konsequenz im Abschluss die erhoffte Wende im Spielverlauf. Lohhof zeigte eine starke Performance in der Abwehr und sicherte sich mit einem starken Finish schließlich diesen dritten Durchgang mit 19:25.

Am Ende konnte das junge Team um VCO-Trainer Andreas Renneberg nicht mehr die Kontrolle zurückgewinnen. Hier zeigte sich deutlich das Fehlen der erfahrenen Spielerinnen. Zuspiel und Angriff fehlte es an Abwechslung und Überraschungsmomenten, wie sie aufeinander eingespielte Mannschaften auszeichnen. Zudem war das starke und variantenreiche Aufschlagspiel, das in den letzten Begegnungen die Gegner stets unter Druck setzte, heute ungewohnt fehlerbehaftet. So musste man sich dann auch im vierten und entscheidenden Satz deutlich mit 15:25 geschlagen geben.

MVP Sina Stöckmann: „Wir haben heute leider nicht unsere Möglichkeiten ausgeschöpft. Liv hat ein tolles Spiel gemacht.“

VCO Trainer Andreas Renneberg: „Wir können heute nicht zufrieden sein. Obwohl das Fehlen von drei erfahrenen  Spielerinnen deutlich spürbar war, hätten wir besser agieren können, um Lohhof in die notwendige Bedrängnis zu bringen. Dafür hat es einfach leider nicht gereicht.“

Der SV Lohhof konnte sich mit dem Sieg einen guten 5-Punkte-Vorsprung von 44 Punkten auf die Verfolger aus Dresden (39 Punkte) erarbeiten. Den Sprung aufs Treppchen hat der VCO damit verpasst. Allerdings stehen noch 5 Partien auf dem Plan – eine mehr als die punktgleichen Mannschaften aus Wiesbaden und Lohof – was ein mehr als spannendes Rennen um die Plätze verspricht. Bereits am Gründonnerstag winkt ein besonderes Highlight und die nächste Chance zur Aufholjagd: Es geht zum Sachsenderby gegen die Volleys aus Grimma, hoffentlich wieder in voller Mannschaftsstärke.

2021-03-29T12:26:48+02:00