VC Olympia Dresden e.V.

3:0 Sieg gegen Schlusslicht München

Am Samstag den 04.02.17 kam es zum Duell des Achtplazierten VCO gegen den Tabellenletzten München – Punkte holen war damit für beide Mannschaften Pflicht. Das Spiel begann entsprechend nervös und hektisch. Beide Mannschaften wollten Druck im Aufschlag machen und ein gutes Spiel aufziehen. Beiden Seiten gelang es jedoch nicht die Annahme so stabil zu gestalten, dass ein geordneter Angriff möglich wurde.

Auf ein 4:1 der Dresdner Mädels folgte eine Aufholjagd bis zum 5:5 der Gäste aus Bayern. 6:8 hieß es gar zur ersten technischen Auszeit. Die Gäste spielten nun mehr gewitzt und trickreich als berechenbar. Doch das brachte Abstimmungsprobleme ins Münchner Spiel während die Dresdnerinnen immer konzentrierter im Block aggierten. Weiter als 8:9 ließen die Hausherrinnen die Münchner Damen nicht in Führung und zogen auf 14:9 davon. Franziska Nitzsche und Lydia Stemmler sorgten mit guten Block- und Angriffsaktionen für Biss im Dresdner Spiel. 16:11 zur zweiten Auszeit und das trotz krankheitsgeschwächter VCO-Mannschaft (Mareike Reindanz im Zuspiel und Patricia Nestler fehlte als Libera). Die Münchner Gäste gaben aber nicht auf und kämpften um jeden Ball. Immer wieder ging auch der 2. Ball der gegnerischen Zuspielerin ins „Dresdner Loch“ zwischen Annahmeriegel und Blockspielerinnen. 20:18 und gar 21:20 ließen Volleyball-Dresden zittern, aber Elena Kömmling und Deborah Scholz waren wieder einmal da, wenn es darauf ankam und sicherten den Satz mit 25:22.

Der zweite Satz begann abermals holprig durch Abstimmungsprobleme und Diskussionsbedarf mit den Schiedsrichtern. Beide Seiten nun bemüht die Konzentration oben zu halten; ein ausgeglichenes Spiel über ein 8:6 zum 11:11. Die Münchner begannen Druck in den Angriffen zu entwickeln und konnten den Dresdner Block zunehmend nutzen. Beim 11:13 reagiert Dresdens Trainer Jens Neudeck und nimmt die Auszeit, aber München enteilt bis zum 11:16. Der Trainer gestikuliert und versucht der Annahme von außen Tipps zu geben. Dennoch bleibt München in Front. Beim 16:22 wechselt Neudeck dann im Zuspiel. Die junge Sara Straube nun im Spiel, wo es darauf ankommt. Diese bedient Camilla Weitzel abgezockt im 1. Tempo und auch die außen lauernde Elena Kömmling – und schon stand es 22:22. Mit Konzentration in Block und Angriff spielen die Dresdnerinnen diesen Satz mit 25:23 zu Ende. Das Publikum begeistert.

Der 3. Satz hätte spannender nicht sein können, denn die Münchnerinnen sahen ihre Chance und gruben jeden Ball aus dem Hinterfeld. 5:5 und später 14:14 waren die alles Sagenden Zwischenstände. Beide Trainer nun korrigierend und mit Wechselversuchen. Immer wieder versuchte der Gegner die neue Situation anzunehmen und seinerseits dagegen zu setzen. 17:16 hieß es nach Camilla Weitzels erstem Tempo wieder durch die Mitte. Deborah Scholz mit konsequenten Angriffen und guten Aufschlägen und immer wieder auch die junge Franziska Nitzsche. Sarah Straube und Meghan Barthel, die sich im Zuspiel behaupteten, bildeten ein super Blockteam mit Camilla Weitzel. Lediglich beim 19:23 unterbrach Jens Neudeck nochmals das Spiel mit einer Auszeit, aber Deborah Scholz und Franziska Nitzsche ließen mit ihren Angriffen nichts mehr anbrennen und beendeten das Spiel 25:19 und damit 3:0.

Der VCO zeigte damit, dass auch Ausfälle kompensiert werden können und mit „den Jungen auf der Bank“ absolut zu rechnen ist. Der Münchner Trainer sah dies genauso und machte Franziska Nitzsche zur MVP des Spiels.

[Text: Claudia Linek / Bilder: Martin Renner]