Zum Sieg gezittert

Nach fast einmonatiger Pause und wohlverdienten Winterferien begann am Samstag der Spielbetrieb mit einem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der Roten Raben aus Vilsbiburg. Diese reisten nur in Minimalbesetzung an, hatten darunter aber einige sehr erfahrene Spielerinnen, so dass noch abzuwarten war, inwiefern sich dies für die Gäste negativ auswirken würde. Denn auch unsere Mädels waren zum Teil gesundheitlich etwas angeschlagen und konnten nicht in voller Besetzung auflaufen. Trotzdem begannen sie sehr konzentriert und konnten sich bereits frühzeitig deutlich absetzen. Auch wenn die Vilsbiburgerinnen nach ihrer zweiten Auszeit beim 18:9-Zwischenstand noch einmal zurückkamen, konnten sie den Rückstand nicht aufholen und verloren den ersten Satz mit 25:20.

Im zweiten und dritten Satz zeigte sich dann ein ganz anderes Bild. Unser Block konnte kaum mehr nennenswerte Akzente setzen und gab den gegnerischen Angreiferinnen viel Spielraum. Diesen nutzten sie effizient, da auch Annahme und Zuspiel unser Mädels phasenweise nicht richtig funktionierten. Jetzt zeigte sich die Erfahrung der Gäste. Gezielt wussten sie die Schwächen der DSC-Talente auszunutzen und uns so unter Druck zu setzen, dass wir nicht zu unserem Spiel finden konnten. Dadurch waren unsere Angriffe für die Gegner leicht einzuschätzen und abzuwehren. So ging der zweite Satz deutlich mit 16:25 an die Gäste.

Der dritte Satz entwickelte sich zunächst etwas ausgeglichener, doch auch hier fanden wir keine Mittel, unsererseits genügend Druck aufzubauen, so dass Vilsbiburg ab der zweiten Satzhälfte wiederum dominierte und auch hier innerhalb weniger Aufschlagrunden zum 16:25 Endstand klärte.

Bis zu diesem Zeitpunkt gab es bei fast all unseren Spielerinnen immer wieder individuelle Schwächephasen, von denen sich auch die Teamgefährtinnen immer wieder beeinflussen ließen, so dass die Abläufe selten reibungslos funktionierten und damit kein richtiger Spielaufbau stattfand. Im vierten Satz gelang endlich gelang es uns dann endlich besser, . Es entwickelte sich ein spannendes, ausgeglichenes Match. Noch immer hatten die Gäste die besseren Spielzüge, doch unsere Mädels zeigten einmal ihren enormen Kampfgeist. Und so war es vor allem der unbedingte Wille, der uns mit 27:25 diesen Satz und damit Rettung in den 5. entscheidenden Satz.

Auch dieser zeichnete sich vor allem durch Kampf aus. Am Ende waren es unsere mentale Stärke und Siegeswille, die uns den entscheidenden Vorteil brachten und Satz und Match mit 17:15 gewinnen ließen.

Trainer Andreas Renneberg fasste das Geschehen im Nachhinein mit den bezeichnenden Worten „nicht schön, aber selten zusammen“, lobte aber den Kampfgeist seiner Mannschaft, der uns zwei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze sicherte. Und Kampfgeist werden wir auf jeden Fall weiterhin brauchen, um am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Nach sensationellen acht Siegen in Folge hat sich der VV Grimma nicht nur die Tabellenführung sondern auch einen recht komfortablen 5-Punkte-Vorsprung erkämpft. Und auch wenn wir ein Spiel weniger bestritten haben, so weisen unsere Freunde von der Mulde die bessere Bilanz auf. Doch wenn uns das Match gegen Vilsbiburg eines gezeigt hat, dann dass bis zum Ende alles offen ist, sondern unsere Mädels bis dahin ihr Bestes geben.

2020-02-24T19:09:44+01:00