Vom Nervenkrimi zur Tabellenführung

Am Samstagabend empfing der VCO I die Spielerinnen vom VC Wiesbaden II in der Halle am Messegelände. Selten ist unser Verein so gut in die Saison gestartet wie dieses Jahr. Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen und Tabellenplatz 4 hatten wir dieses Wochenende die Möglichkeit, bei einem weiteren Erfolg die Tabellenführung zu übernehmen. Dementsprechend hoch motiviert gingen unsere Mädels aufs Feld. Doch wie zuletzt zeigten sie sich in der Anfangsphase unnötig nervös, was die Gäste nutzten, um sofort deutlich in Führung zu gehen. Schnell stand es 1:5 für die Gäste und Trainer Andreas Renneberg war gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Er fand offensichtlich die richtigen Worte, denn nach und nach legten die DSC-Talente ihre Nervosität ab. Das Spiel wurde ausgeglichener doch bis zum ersten Matchball der Hessen konnten wir den Rückstand nicht wirklich aufholen. Es stand 21:24 und der erste Satz schien schon fast verloren. Doch nun zeigte sich die mentale Stärke unserer Mädels. Mit großem Einsatz wehrten sie 3 Matchbälle ab und fingen an, Wiesbaden unter Druck zu setzen. Daraus entwickelte sich ein höchst packender Volleyballkrimi mit vielen guten Szenen auf beiden Seiten, der die Zuschauer in der gut gefüllten Halle begeisterte. Leider hatten die Gäste am Ende doch das glücklichere Händchen und konnten nach fast 40 Minuten den ersten Satz mit 37:35 für sich entscheiden.

In den zweiten Satz starteten unsere Mädels so souverän, wie sie sich auch schon in den letzten Spielen präsentiert hatten. Von der Nervosität der Anfangsphase war nichts mehr zu spüren. Von nun an dominierten sie das Match. Die schnell erspielte Führung gaben sie bis zum Satzgewinn mit 25:16 nicht mehr her.

Auch der dritte und vierte Satz waren eine klare Sache. Mit 25:15 und 25:11 als Endergebnis waren unsere Talente nie mehr wirklich in Bedrängnis. Einen großen Teil trug sicher auch die bessere Physis und Ausdauer dazu bei. Der erste Satz hatte auf beiden Seiten sehr viel Kraft gekostet. Am Ende hatten unsere Mädels den längeren Atem. Die anfangs noch starken Angriffe der Gegnerinnen verloren an Kraft und stellten alsbald keine große Gefahr mehr da.

Most Valued Player wurde Lydia, die Silbermedaille ging an Laura Rodwald vom VC Wiesbaden.

Damit ist der VCO Dresden nun Tabellenführer! Doch mehr noch als über diesen Platz freut sich Trainer Andreas Renneberg über die Teamleistung seiner Mannschaft: „Der Start war wieder etwas fahrig, aber die Mädchen haben es diesmal sehr schnell überwunden, was ich als sehr positiv sehe. Es freut mich, dass sich alle Spielerinnen super präsentiert haben und auch Lena nach ihrer Verletzungspause und Juli als Neuling beim VCO I bereits gute Akzente setzen konnten.“ Auch für die Zukunft gibt er sich zuversichtlich: „Ich denke, wir können das Niveau von diesem Ausgangslevel aus noch weiter steigern.“ Das klingt vielversprechend und lässt auf viele weitere spannende Begegnungen und Erfolge hoffen.

Für unsere Mädels heißt es nun erst einmal Ferien genießen, bis es am 31.10. zum Derby nach Grimma geht. Unsere sächsischen Freunde und Konkurrenten sind ebenfalls gut in die Saison gestartet und könnten uns die Tabellenführung streitig machen. Es wird also mit Sicherheit spannend!

2019-10-22T09:35:48+02:00