VCO-Kapitänin Lydia Stemmler wird eine Lady in Black

Eine der erfahrensten und eine der außergewöhnlichsten Führungsspielerinnen des VC Olympia Dresden verlässt nach 8 Jahren den Stützpunkt. Lydia Stemmler wird ihren weiteren leistungssportlichen Weg in der 1. Bundesliga fortsetzen. Viele namenhafte deutsche Vereine haben sich um die außergewöhnliche VCO-Kapitänin bemüht. Sie folgt ihrem Herzen und nahm einen 2-Jahresvertrag bei den Ladies in Black Aachen an.

Bereits mit 9 Jahren kam Lydia zum Volleyball und hinterließ ihre ersten Spuren im Talentestützpunkt. Ihr leistungssportlicher Weg schien von Anfang an vorgeschrieben. Lydia kam schon mit der 5.Klasse an die Eliteschule des Sports in Dresden. Engagiert und zielstrebig führte sie ihr weg über den Landesstützpunkt zum Bundesstützpunkt in Dresden.

Lydia gehört zu der Generation von Jugendspielerinnen des DSC, mit einer der außergewöhnlichsten Erfolgsbilanzen im kompletten Nachwuchsbereich. Unzählige Medaillen schmücken ihren leistungssportlichen Werdegang. Sie stand viermal ganz oben auf dem Treppchen und gehörte zu dem U20-Team, welches sich 2019 souverän den Meistertitel sicherte und im letzten Jahr zur Dresdner Mannschaft des Jahres gekürt wurde.

Wie so viele andere Spielerinnen der Jahrgänge 2000 und 2001 gab sie schon 2013 ihr Debüt bei der ersten Mannschaft des VC Olympia Dresden und sammelte seitdem Erfahrungen in der zweiten Bundesliga. In dieser Zeit entwickelte sich Lydia, auch geprägt von persönlichen Rückschlägen, von einem ruhigen und sozial geprägten Teamplayer zu einer verantwortungsbewussten Führungsspielerin.

2018 hinterließ Lydia ihre ersten Spuren in der 1. Bundesliga. Ausgestattet mit einem Zweitspielrecht für den DSC trat sie 2017 zum ersten Mal in Erscheinung. Ein Jahr später debütierte sie mit dem Doppelspielrecht beim VCO Berlin im Spiel gegen den SC Potsdam und wurde mit der Silbernen MVP-Medaille ausgezeichnet. Seit 2019 hatte sie erneut das Zweitspielrecht für den DSC inne und präsentierte sich dieses Jahr beim Bundesliga-Playoff-Spiel gegen die Ladies in Black Aachen.

Mit dem Wechsel nach Aachen schließt sich der Kreis. „Ich kann noch gar nicht richtig begreifen, was für eine unglaubliche Zeit jetzt hier zu Ende geht. Ich war so viele Jahre auf dem Sportgymnasium und habe alle Phasen beim VCO und in der Jugend beim DSC von U12 bis zur U20 sowie mit der Landesauswahl durchlebt. Ich bin einfach so unglaublich dankbar für alle Menschen, die ich kennenlernen durfte und die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Ich bin dankbar für alle Erfolge, die ich nicht nur mit Mitspielerinnen, sondern mit Freundinnen feiern konnte und für das Umfeld mit den besten Voraussetzungen, um das Volleyballspielen erlernen zu können. Für mich beginnt jetzt ein ganz neues Abenteuer und ich freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt.“

Andreas Renneberg: „Ehrlich gesagt ist Lydi auch ein bisschen persönliche Geschichte. Mein erster Tag hier in Dresden war mit der Nachricht verbunden, dass sie ihre Mutter verloren hatte. Seit diesem Tag ist sie den Weg von einer zweiten Diagonalen beim VCO bis hin zum Kapitän dieser Mannschaft gegangen. Mit Doppelspielrechten in Berlin und beim DSC, hat sie immer wieder schon einmal ihr Potential unter Beweis gestellt. Ich kenne kaum jemanden der menschlich so sehr intakt ist und solch eine Entwicklung genommen hat. Auch die Rolle der letzten Saison war zu Beginn für sie keine einfache und Neuland. Aber auch daran ist sie ein weiteres Mal gewachsen. Ich finde es schade, dass sie nicht beim DSC das Vertrauen bekommt, sich als 2. Diagonale zu beweisen, da ich ihr diese Entwicklung problemlos zutraue. Spielerisch glänzt sie mit einer überragenden Athletik und einem ungebrochenen Ehrgeiz, sich stetig weiterzuentwickeln. Auf ihre Entwicklung der nächsten Jahre bin ich sehr gespannt, und vielleicht sieht man sie ja doch einmal wieder hier in Dresden beim DSC.“

Bundesstützpunktleiterin Christiane Fürst: „Wir freuen uns sehr, dass Lydia ihren Weg in den Profisport gefunden hat und ihre Leistung deutschlandweit Beachtung findet. Sie ist in den vergangenen acht Jahren zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und einer wahren Führungsspielerin gereift. Wir sind sehr gespannt, wie sie sich auf einem höheren sportlichen Niveau weiterentwickeln wird und wünschen Lydi maximale Erfolge.“

2021-06-01T11:54:49+02:00