Ein gebrauchter Tag beim Sachsen-Derby

Zum Gründonnerstag stand das zweite Aufeinandertreffen der beiden sächsischen Topvereine in der 2. Bundesliga Süd an. In ihrem Ausweichquartier, der Seume Halle, empfing die Mannschaft von Sachsen Volleys Grimma den VC Olympia Dresden zum Derby. Dabei konnte nach dem schwierigen Auswärtswochenende in Lohhof die junge Dresdner Mannschaft aus dem Vollem schöpfen. Nach dem 3:2 Sieg des DSC am vergangenen Mittwoch gegen SV Potsdam und dessen Einzug in die Finalspiele, konnte VCO-Trainer Andreas Renneberg wieder auf seine Stammkräfte Lydia Stemmler und Lena Linke setzen. Die jungen Dresdner Talente hatten nach dem deutlichen 3:0 im Hinspiel und einem glänzenden Wettkampfverlauf seit Neujahr große Ambitionen, auch in diesem Spiel eine überzeugende Leistung abzuliefern. Doch schon zu Beginn des ersten Satzes wurden die Erwartungen gedämpft. Druckvolle Aufschläge des Tabellenkonkurrenten aus Grimma brachten die Gäste aus Dresden in arge Bedrängnis. Grimma konnte einen guten Vorsprung erarbeiten, den sie bis zum Ende des ersten Durchganges verteidigen konnten und diesen mit 22:25 für sich entscheiden.

Der spannende Schlagabtausch der beiden sächsischen Teams sollte auch im zweiten Satz anhalten. Obgleich Dresden mit guten Einzelaktionen glänzte, konnte die Mannschaft von Trainer Andreas Renneberg immer noch nicht die Annahmeprobleme in den Griff bekommen. Am Ende ging auch der zweite Satz mit 22:25 an die Gastgeberinnen.

Die Dresdner Nachwuchsmannschaft gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Der dritte Satz zeigte ein völlig verändertes Bild. Eine starke Aufschlagserie von Mittelblockerin Lena Linke führte zwischenzeitlich zu einer 12-Punkte-Führung. Der VCO Dresden konnte diese Führung sogar noch zum Ende ausbauen und entschied den Satz mit 25:10 deutlich für sich.

Die jungen VCO-Athletinnen konnten jedoch den Schwung aus dem dritten Durchgang nicht mitnehmen. Gleich zu Beginn zeigten sich wieder die Schwächen in Annahme und Feldzuspiel, wie in den ersten beiden Sätzen. Die schnellen Aufschläge der Mannschaft aus Grimma verhinderten den Aufbau wirkungsvoller Gegenangriffe. Der Rückstand von 3:8 wurde zwar mit 7:8 abgewehrt, jedoch ließen die Gastgeberinnen danach keinen Zweifel mehr aufkommen, dass sie das Spiel für sich entscheiden wollten. Mit mehreren guten Aufschlagserien baute Grimma die Führung aus und gewann den vierten Satz deutlich mit 17:25.

Damit entschieden die Sachsen Volleys Grimma (35 Punkte) das Derby dieses Mal für sich und konnten sich auf 4 Punkte an den VC Olympia Dresden (39 Punkte) heranarbeiten.

Berit Rehse: „Wir konnten leider heute nicht unsere Leistung abrufen. Wir werden über die Ostertage Kraft tanken und uns mit neuer Energie auf das kommende Doppel-Auswärts-Wochenende vorbereiten.“

2021-04-06T11:56:16+02:00