Doppelspielwochenende des VCO I

Die Mannschaft des VC Olympia Dresden traf am Samstag Abend bei ihrem ersten Doppelspielwochenende der noch jungen Saison auswärts auf den VC Neuwied 77. Das Aufeinandertreffen dieser beiden ambitionierten Mannschaften in der 2. Bundesliga Süd war an Emotionen und Kampfgeist kaum zu überbieten.
Das junge Team von Trainer Andreas Renneberg präsentiert sich sehr mutig und mit einer starken Ballkontrolle. Der VC Neuwied 77 hatte sich aber sehr gut auf die Dresdner Mannschaft eingestellt und spielte ihre erfahrene Überlegenheit in den ersten beiden Sätzen (25:18, 25:20) klar aus. So waren es besonders die Elemente Zuspiel und Annahme, die die Unsicherheiten in das Spiel des VC Olympia brachten und zum Verlust der ersten beiden Durchgänge beitrugen. Das Team um Lydia Stemmler kannte aber das noch in ihnen wohnende Potenzial und sicherte sich nach einen überragenden Kampf den dritten Satz mit 28:26. Besonders bemerkenswert zeigte sich dabei über den gesamten Spielverlauf die Blockarbeit der Mannschaft. Vier Sätze lang lieferten sich beide Teams ein Match auf Augenhöhe.
Letztendlich hatte aber der VC Neuwied das größere Durchsetzungsvermögen und entschied den 4. Satz mit 26:24 für sich. Kapitänin Lydia Stemmler lobte die kämpferische Mannschaftsleistung und sagte: „Wir hätten heute mit Sicherheit einen Punkt verdient gehabt.“ Trainer Andreas Renneberg meinte abschließend, dass auf jeden Fall eine Steigerung der Mannschaftsleistung zum Spiel gegen Lohhof zu sehen war und zeigte sich kämpferisch für das einen Tag später stattfindende Aufeinandertreffen mit der TG Bad Soden.
MVP: Lena Gretzschel

Am Sonntag ging es für die Spielerinnen des VC Olympia Dresden direkt zu ihrem nächsten Auswärtsspiel. Mit anderthalb Stunden Verspätung erreichten das Team von Andreas Renneberg die Halle von der TG Bad Soden. Der Schwierigkeiten der Anreise und die Verschiebung des Spielbeginns spiegelte sich in dem verhaltenden Spiel der jungen Mannschaft wider. Während am Vortag Kampfgeist und hohes technisches Niveau gezeigt wurde, fehlte es an diesem Tag an allem.
Zu viele Fehler in den einfachen Elementen und fehlende Durchschlagskraft konnten dem emotionalen Spiel von der TG Bad Soden nichts entgegensetzen. Selbst kleine Vorsprünge, die sich das VCO Team um Kapitänin Lydia Stemmler erarbeitet hatten, wurden sofort wieder von der stark auftrumpfenden Heimmannschaft ausgeglichen und mit dem Führungswechsel bestraft. Am Ende hieß es dann klar 25:18, 25:20 und 25:19 für den TG Bad Soden. Trainer Andreas Renneberg resümierte nach dem Spiel: „Es war ein Doppelspielwochenende mit zwei Gesichtern. Heute wurden zu viele Fehler in den einfachen Elementen gemacht, was zu der klaren Niederlage führte.“
Lydia Stemmler zeigte sich jedoch, auf die kommenden zwei Trainingswochen blickend, motiviert: „Wir müssen die wettkampffreie Zeit jetzt nutzen und an den einfachen Dingen intensiv arbeiten. Wir brauchen Stabilität in unserem eigenen Spiel, um auch gegen vermeintlich einfacher Gegner ein gutes Niveau abrufen zu können.“
MVP: Sina Stöckmann

2020-09-28T16:24:11+02:00