1 Jahr Namibia – Bericht von Lena Gretzschel

Am 08. September 2022 um 21 Uhr begab ich mich in luftige Höhen und landete 8.100 km entfernt in Windhoek, der Hauptstadt von Namibia. Die ersten 3 Tage haben wir mit allen Freiwilligen gemeinsam verbracht. Wir hatten ein paar Seminare und teambildende Aktivitäten, wie Abseilen oder Parkour-Läufe. Danach ging es mit einem Shuttel nach Swakpomund. Dort lebe ich mit drei weiteren Freiwilligen in einer 4er WG. Die Wohnung ist prinzipiell sehr schön und hat viel Potenzial. Nur leider haben unsere Vorgänger die Wohnung in keinem guten Zustand verlassen. Also standen in den ersten Tagen Reparaturen an Türen und Fenster sowie einigen Lichtern und ein großer Grundputz an. Die Bettwäsche musste auch in die Reinigung. Nichtsdestotrotz konnten wir auch das Meer genießen, welches nur 10 Minuten Fußweg entfernt ist. Nach einer halben Woche in unserem neuen Zuhause begann das Volleyballtraining mit den Kids. Ich durfte gleich die erste Trainingseinheit selbst gestalten und ein Beachtraining anleiten.

In der zweiten Woche ging es dann nach Walvis Bay. Natürlich musste mit viel Anstrengung die Dune 7 bezwungen werden. Es hat aber super viel Spaß gemacht. Anschließend ging es zum Volleyballtraining und wir haben wieder zweimal ein Volleyballteam trainiert. Die ersten Wochen waren so voll mit neuen Eindrücken, die ich erst einmal alle verarbeiten musste. Aber es ging mir gut und ich habe mich auf den Beginn des Schulsports gefreut.

Die Zeit vergeht hier in Namibia wie im Flug. So viele Eindrücke. Ich bin mit einer weiteren Freiwilligen vormittags an der Swakopmund Primary School. In der ersten Woche hatten wir mit Learning Support Klassen und einer Hearing impaired Klasse gearbeitet. Es war sehr interessant, aber auch nicht einfach. Manche Kinder benötigen größere Aufmerksamkeit und sind teilweise mit großen Herausforderungen zu betreuen. Das Volleyballtraining findet stets am Dienstag und Donnerstag im Dome statt. Es ist sehr durchwachsen und kaum planbar, da man nie weiß, wer und wie viele Kinder kommen. Aber so ist Namibia halt.

Die schulfreie Zeit beim Mid Term Break Anfang Oktober nutzten wir, um endlich ein paar praktische Dinge zu lösen. Kleiderschränke und auch die Fahrräder mussten repariert und einsatzfertig gemacht werden. Die freie Zeit nutze ich zudem, um surfen zu lernen. Es ist sehr kalt, aber wenn auf einmal Robben neben dir auftauchen, einfach unglaublich schön.

Ich möchte mich noch einmal für die Unterstützung bedanken. Nur durch die unzähligen Spenden wird mein Freiwilligendienst im Sport möglich gemacht. Bis zum nächsten Update Eure Lena Gretzschel!