Nach langer Spielpause endlich wieder auf Punktejagd

Nach fast 2 Monaten Spielpause ging es für die junge Mannschaft des VC Olympia Dresden durch die verschneite Winterlandschaft zu ihrem ersten 2. Bundesligaspiel im neuen Jahr. Am Samstagabend traf das Team von Trainer Andreas Renneberg auf die zweite Mannschaft der Roten Raben Vilsbiburg. Verzichten mussten die Dresdnerinnen auf ihre erste Libera, Lotte Goertz, die kurzfristig erkrankt ausfiel. Dafür debütierte Emily Nowak für den VCO Dresden in der Stammformation. Durch das vor knapp einer Woche bestrittene Testspiel gegen die Erstligamannschaft aus Erfurt gut vorbereitet, präsentierte sich das Team um Kapitänin Lydia Stemmler hoch konzentriert und motiviert. Bereits im ersten Satz zeigten die Dresdnerinnen ein variables und vor allem im Vergleich zum Vorjahr schnelleres Angriffsspiel. Mit guten Aufschlägen und  starken Angriffen konnten die Gastgeber aus Vilsbiburg gleich im ersten Durchgang unter Druck gesetzt werden. Die Dresdnerinnen entschieden schließlich diesen Satz mit 25:22 für sich. Obgleich sich die Volleyballerinnen aus Vilsbiburg besonders im Block zum zweiten Durchgang steigern konnten und zudem die bekannte Dresdner Qualität im eigenen Blockverhalten und in der Annahme fehlte, zeigten die Gäste des VC Olympia Dresden abermals ein konzentriertes Spiel. Auch dieser Satz ging schließlich mit 25:22 an die jungen Talente. Im dritten Durchgang sollte sich daran nicht viel ändern. Mit einer sehr guten Angriffsquote von 45% bewies die Mannschaft mit Zuspielerin und MVP des Tages, Mira Ledermüller, dass sie sich den klaren 3:0 Sieg an diesem Abend verdient hatten. Am Ende hieß es abermals 25:22 für die Dresdnerinnen. Dementsprechend zufrieden äußerte sich der Trainer nach dem Spiel: „Unser Spiel war heute noch nicht so flüssig, was aber nach der langen Pause verständlich ist. Besonders im Aufschlag-Annahme-Bereich haben wir zum nächsten Spiel Verbesserungspotenzial. Wir konnten hingegen die Schnelligkeit und Variabilität im Angriff, die wir im Training erarbeitet haben, im Spiel zeigen. Das war sehr gut. Wir können mit diesem Auftakt absolut zufrieden sein.“ Auch Allrounderin Aliza Baumgart zeigte sich glücklich über den Erfolg: „Nach einer so langen Pause mit dieser Konzentration ins erste Spiel zu gehen, war eine starke Leistung der Mannschaft.“

Am Sonntag ging es für den VC Olympia Dresden gleich weiter zum nächsten Auswärtsspiel an diesem Wochenende. Der TV Altdorf erwartete das junge Team um die herausragende Spielerin des Vortages, Julia Wesser. VCO-Trainer Andreas Renneberg gab erstmals Zuspielerin Lena Gretschel die Chance, von Anfang an zu spielen. Zudem stand Mittelblockerin Lena Liegert nach langer Verletzungspause wieder im Stammaufgebot der Dresdner Mannschaft. Der VC Olympia Dresden konnte leider nicht an die konzentrierte Leistungen vom Vortag anschließen und startete Durchwachsen in die Partie. Nach einer hart umkämpften Endphase, in der die jungen Dresdner Talente sechs Matchbälle abgewehrt hatten, mussten sie letztendlich den ersten Satz mit 25:27 abgeben. Auch der zweite Satz begann mit Schwierigkeiten auf Seiten der Gäste. Doch im Gegensatz zum ersten Satz schaffte es die Mannschaft um Kapitänin Lydia Stemmler, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen und diesen Durchgang mit 25:22 für sich zu entscheiden. Leider fand die junge Mannschaft auch im dritten Satz nicht ihre Linie. Zu viele Eigenfehler und zu wenig Durchschlagkraft im Angriff führten zum erneuten, sehr klaren Satzverlust mit 13:25. Erst mit der Einwechslung von Zuspielerin Mira Ledermüller und Mittelblockerin Laura Berger schienen die Dresdnerinnen im vierten Satz langsam wieder in ihr Spiel zu finden. Größere Effektivität und gute Blockarbeit führten zum deutlichen Satzgewinn von 25:20. Der fünfte Durchgang sollte die Entscheidung in diesem hart umkämpften Match bringen. Mit 8:7 für die Gastgeberinnen gingen beide Teams in den Seitenwechsel. Altdorf konnte sich schließlich einen kleinen Vorsprung erarbeiten, den sie sich nicht mehr nehmen ließen und die Partie mit 15:13 im letzten Satz für sich entschieden. Zuspielerin Lena Gretschel nach dem Spiel: „Es war sehr schade, dass wir so lange gebraucht haben, um ins Spiel zu kommen und unsere eigentliche Leistung nicht abrufen konnten.“ Auch Trainer Andreas Renneberg zeigte sich enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft. „Das Verhalten auf dem Spielfeld aufgrund der Wechsel war nicht vertretbar. Ich hätte mehr Verantwortung von den gestandenen Spielerinnen erwartet. Als Ausbildungsmannschaft muss es unsere Anforderung sein, mit solchen Situationen umgehen zu lernen. Das unstetige Spiel führte schließlich dazu, dass wir nicht mutig und effektiv genug im Abschluss waren.“

Dresden erkämpft sich an diesem Wochenende also 4 Punkte und damit Platz 5 in der Tabelle. Kein schlechter Start nach so langer Zwangspause.

2021-02-01T11:34:01+01:00