Volleyxikon

Hier findest Du ein kleines Volleyball-Lexikon, welches Begriffe aus Deinem Lieblingssport erklärt. Das Lexikon wird stetig aktualisiert und ergänzt. Hast Du eine Volleyball-Fachfrage oder möchtest einen Begriff aus der Halle erklärt haben? Dann schreib uns einfach an verein@vc-olympia-dresden.de

Ziel des Volleyballspiels ist es, einen Ball ohne Hilfsmittel über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen und zu verhindern, dass Gleiches dem Gegner gelingt, oder die gegnerische Mannschaft zu einem Fehler zu zwingen. Eine Mannschaft darf den Ball (zuzüglich zum Block) dreimal in Folge berühren, um ihn zurückzuspielen.

Annahme
Als Annahme wird die erste Berührung des Balles bezeichnet, die zur Vorbereitung des Gegenangriffs dient. Wobei man in der Regel die erste Berührung nach Aufschlag des Gegners meint und nicht die nach Angriff des Gegners (siehe Abwehr). Idealerweise kann der Ball mit der Annahme unter Kontrolle gebracht werden und „nach vorn“, womit der Zuspieler gemeint ist, gebracht werden. Annahmespezialisten auf dem Feld sind der Libero und die Diagonalspieler. Gute Annahmequalitäten gelten aber auch bei Außenangreifern als sehr wichtig, da diese zu Beginn des Spielzuges, je nach Rotation, im Hinterfeld stehen könnten.

Aufschlag
Mit dem Aufschlag beginnt ein neuer Ballwechsel. Der aufschlagende Spieler steht hinter der Grundlinie und versucht, den Ball so über das Netz zu spielen, dass die gegnerische Mannschaft ihn nicht regelgerecht zurückspielen kann. Jeder Spieler hat pro Spielzug nur einen Aufschlagversuch. Führt dieser Ballwechsel zum Punktgewinn, schlägt der gleiche Spieler wieder auf, bis die gegnerische Mannschaft punktet und damit auch das Aufschlagrecht wechselt (siehe Rally-Point System). Gute Aufschlagspieler sind daher für ihre „Serien“ gefürchtet, denn es gelingt der gegnerischen Mannschaft nicht den Ball zu berühren („Ass“) bzw. unter Kontrolle zu bringen. Der Aufschlag muss innerhalb von acht Sekunden nach Anpfiff des Schiedsrichters erfolgen, ansonsten wird der Punkt für die andere Mannschaft gewertet. Üblicherweise werden dem Aufschlagspieler durch den Trainer Aufschlagsart bzw. – richtung für den Gegner unsichtbar angezeigt.

Außenangreifer
Außenangreifer können an nahezu jedem Element des Spielzuges beteiligt sein. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Anforderungsprofil aus Antizipation, Informationsverarbeitung und Entscheidung:

  • Wohin geht der gegnerische Aufschlag und was für ein Aufschlag ist zu erwarten?
  • Wie ist die eigene Annahmequalität?
  • Sind Kombinationsangriffe möglich?Wie ist der generische Block/ die Feldverteidigung positioniert?
  • Wie gut ist das Zuspiel auf der eigenen Seite?

Auf höchstem Niveau sind einige dieser Informationen durch gutes Scouting schon im Vorfeld bekannt, müssen aber im Spielzug blitzschnell angewandt und umgesetzt werden. Gelingt dies nicht oder nicht gut, sollten Außenangreifer zu guter Letzt auch schlechte Annahmen und damit schwierige Zuspiele auch mit Finten/ Lobs und Driveschlägen ausgleichen können um Folgefehler zu vermeiden. Im mittleren und hohem Leistungsbereich kann auch ein (Not-)Pass des Zuspielers mit Aktionen des Außenangreifers noch aufgewertet werden.

Da nach schlechten Annahmen die Wahrscheinlichkeit eines Angriffsaufbaus über die IV oder Hinterfeld steigt, müssen die Annahme-Außen ein großes Repertoire an Angriffsvarianten beherrschen:

  • Großgewachsene Blockspieler oben oder seitlich anschlagen
  • Zweier-/Dreierblocks in der Blocknaht anschlagen
  • Drehschlag über die Schulter
  • Harte Diagonalangriffe
  • Lobs / Finten und Driveschläge in schwer zu verteidigende Zonen
  • Kombinationsangriffe (überspielter Meter, Kreuz vorne/ Kopf)
  • Hinterfeldangriffe aus unterschiedlich-schnellen Pässen

Block
Ein oder mehrere Spieler (höchstens drei) springen in der Nähe des Netzes hoch und versuchen, mit ausgestreckten Armen und gespreizten Fingern dem gegnerischen Angriff als Hindernis entgegenzutreten und ihn so abzuwehren. Wenn der Ball trotzdem in die Hälfte der abwehrenden Mannschaft fällt, kann er weitergespielt werden. Blockspieler sind daher meist groß gewachsene, schnelle Spieler bei denen zunehmend auch die Angriffsqualität in den Fokus rückt (sog. „Erstes Tempo“, bei dem ein kurzes, schnelles Zuspiel auf den springenden Mittelblocker erfolgt und dieser einen Angriffsschlag ausführt).

Confédération Européenne de Volleyball (CEV)
Die olympische Sportart Volleyball ist weltweit straff und gut organisiert. Ihre übersichtlichen Strukturen reichen vom Volleyballverein am Ort bis hin zum olympischen Volleyballturnier für Frauen und Männer. Neben dem Volleyballsport als Hallensport gehört Beachvolleyball als Outdoorsport ebenfalls zum olympischen Sportprogramm. Organisiert wird der Sport als solcher von den nationalen sowie internationalen Sportfachverbänden. In Deutschland ist dafür der Deutsche Volleyball-Verband DVV mit Verbandssitz in Frankfurt am Main zuständig. Der DVV selbst ist Mitglied im DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund. Mitglieder des DVV sind seine Landesfachverbände, die weitgehend mit den Bundesländern identisch sind. Denen gehören die örtlichen Volleyballvereine als Mitglieder an, in denen Frauen und Männer, Mädchen und Jungen ihrem Volleyballsport nachgehen.

International, also europa- sowie weltweit, ist der DVV seinerseits Mitglied im Kontinental- sowie im Weltverband. In Europa ist das die Confédération Européenne de Volleyball, kurz CEV. Der Weltverband Fédération Internationale de Volleyball,die FIVB, hat ihren Verbandssitz in Paris, der europäische Dachverbvand seinen in Luxemburg. Damit die Volleyballteams an internationalen Wettkämpfen teilnehmen können, muss der nationale Verband den internationalen Verbänden angehören. Der europäische Dachverband, wurde als Kontinentalverband im Oktober 1963 gegründet. Heutzutage gehören ihm europaweit knapp fünf Dutzend nationale Volleyballverbände an; von A wie Albanien bis W wie Wales. Zunächst war im Jahre 1947 der Weltverband FIVB gegründet worden, bevor eineinhalb Jahrzehnte später die CEV als Vertreter der europäischen Verbände folgte.
Die kontinentalen Verbände sind für die Organisation der internationalen Veranstaltungen in ihrem Gebiet zuständig. Für den europäischen Verband bedeutet das die Verantwortlichkeit für alle Volleyballveranstaltungen auf europäischer Verbandsebene.

Dazu gehören:

  • Europameisterschaften der Nationalmannschaften
  • Europaliga für Nationalmannschaften
  • Champions League der Vereinsmannschaften
  • CEV-Pokal für Vereinsmannschaften
  • Challenge Cup für Vereinsmannschaften
  • Ergänzt werden diese CEV-Veranstaltungen um die vergleichbaren Wettbewerbe im Beachvolleyball.

Die Zuständigkeit der Confédération Européenne de Volleyball beginnt dort, wo die Kompetenz der nationalen Verbände endet; umgekehrt endet sie an der Stelle, an der die Zuständigkeit der FIVB als Weltverband beginnt. Der nationale Volleyballsport wird von den Nationalverbänden als Mitgliedern der CEV organisiert. Der internationale Volleyballverband veranstaltet die Weltmeisterschaften sowie weitere interkontinentale Veranstaltungen. Alles andere fällt in die Zuständigkeit der Confédération Européenne de Volleyball. Vergleichbar mit anderen Ballsportarten sind das solch prestigeträchtige und publikumswirksame Veranstaltungen wie die Europameisterschaften sowie die Champions League. Mehr Informationen zum CEV gibt es auf http://www.cev.lu/

Deutscher Volleyball-Verband (DVV)
Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) wurde am 5. Mai 1955 gegründet. 1990 wurden der damalige DDR-Verband DSVB und der DVV in West-Berlin vereinigt. Der heutige Sitz ist in Frankfurt a.M.. Die offizielle Hompage des DVV lautet http://www.volleyball-verband.de/

Der Verband fördert junge Volleyballspieler und das Volleyballspiel sowohl im Spitzen- als auch im Breiten- und Freizeitsport des Hallen- und Beachvolleyballs. Darüber hinaus organisiert der Verband Wettkämpfe (etwa die deutsche Meisterschaft, Pokalspiele und Turniere in Deutschland), sorgt für die Verbreitung und Übermittlung des Volleyballs und vertritt den Sport im In- und Ausland. Als Mitglied des Internationalen Volleyball-Verbandes (FIVB), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Europäischen Volleyball-Verbandes (CEV) vertritt der Deutsche Volleyball-Verband seine Interessen gegenüber diesen Organisationen. Im Übrigen sorgt er für die Präsentation des Volleyball-Sportes in den Medien und die Einhaltung der sich aus der Satzung und Ordnungen ergebenden Regeln.

Dem Verband gehören insgesamt über 5.500 Vereine und rund 8.500 Mannschaften an. An der Spitze des Deutschen Volleyball-Verbandes steht der Vorstand mit seinem Präsidenten. Dem Vorstand gehören noch bis zu vier Vizepräsidenten, der Generalssekretär, der Sportdirektor sowie der Vorsitzende der Volleyball Bundesliga (VBL), ehemals Deutschen Volleyball-Liga (DVL) an. Die VBL ist kooperatives Mitglied des DVV und ist für die Organisation der ersten und zweiten deutschen Volleyball-Bundesliga zuständig.

Diagonalspieler
Diagonalangreifer (oder Diagonalspieler) könnte man guten Gewissens – zumindest im oberen Herrenbereich – als DIE Hauptangreifer bezeichnen. Aus guten Universalspielern mit Hilfszuspielerfunktion in den 1980er Jahren haben sich immer mehr hoch-aufgeschossene Spezialisten für Block und (Hinterfeld-) Angriff entwickelt. Bis zu 25% aller Angriffsaktionen gehen auf ihr Konto. Ein bekannter Vertreter dieser Position dürfte Georg Grozer (jr) sein, der mit seinen Gewaltangriffen zum Gewinn der Bronzemedaille der Herren bei der letzten WM beitrug.

Viele Eigenschaften, die bereits beim Außenangreifer beschrieben wurden, gelten auch für die Diagonalspieler. Unterschiedlich ist sicherlich, dass Diagonalangreifer in der Regel aus dem Annahmeriegel herausgelöst sind und sich so noch besser auf ihren (Hinterfeld-) Angriff konzentrieren können. Auch sie sollten möglichst alle Varianten an Angriffsmöglichkeiten beherrschen.

Feldabwehr
Das Feld sollte so verteidigt werden, dass der Gegner keinen direkten Punkt erzielen kann (gegnerischen Angriff abwehren oder auch vom Block „abtropfende“ Bälle im Spiel halten) und der Pass sollte möglichst genau gespielt werden, damit wiederum der eigene Angriff eingeleitet werden kann.

FIVB – Fédération Internationale de Volleyball
Die Fédération Internationale de Volleyball, auch unter der Abkürzung FIVB bekannt, ist der 1947 nach schweizerischem Recht gegründete Dachverband des weltweiten Volleyballsports mit Sitz im schweizerischen Lausanne. Er hat den Vorsitz über alle 5 Kontinentalverbände: AVC in Asien, CAVB in Afrika, CEV in Europa, CSV in Südamerika und NORCECA in Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik.

Alle zwei Jahre versammeln sich die 220 Mitgliederverbände (Stand: 2010) auf dem World Congress bzw. Weltkongress und wählen neben den Mitgliedern des Boards of Administration auch den Präsidenten der FIVB.

Die Fédération Internationale de Volleyball obliegt nicht nur die reine Aufsicht über alle Arten des Volleyball- und Beachvolleyballsports, als Weltvolleyballverband ist sie auch auf der ganzen Welt verantwortlich für die Planung sowie Organisation von sportlichen Ereignissen und Wettkämpfen im Volleyball. Doch als oberste Autorität des Volleyballsports ist der internationale Dachverband auch für die Form und das Wesen des Sports zuständig. Die Gestaltung sowie Überarbeitung eines einheitliche Regelwerks im Volleyball ist hierbei eine äußerst entscheidende, wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe. So entscheidet die Fédération Internationale de Volleyball zum Beispiel über die Anzahl der Spieler und Spielerinnen in der Halle oder draußen auf dem Sand, über Auswechselregeln, erlaubte Schlagformen als auch über das Aussehen der Spielbekleidung beim Hallen- und Beachvolleyball. Auch die Bestimmungen und Regeln für Wettbewerbe und Turniere wie Qualifikations- und Spielmodi werden vom internationalen Verband ausgearbeitet. Einige Regeländerungen im Volleyball wie beispielsweise der neue Zählmodus sollten zudem die Attraktivität und Beliebtheit des Volleyballsports in den weltweiten Medien, aber auch bei Sponsoren und Sportfans erhöhen. Denn der Internationale Volleyballverband hat es sich ebenso zur Aufgabe gemacht, das Image des Hallen- und Beachvolleyballs zu gestalten und die Aufmerksamkeit für den Sport in den Medien und bei den Sponsoren zu erhöhen und insbesondere mehr Fans und Zuschauer für das Volleyballspiel zu begeistern. Ein aktuelles Beispiel dieser Imagearbeit durch den Weltverband ist die offizielle Imagekampagne „FIVB Heroes“, bei der 33 Volleyball- und 29 Beachvolleyballspieler und –spielerinnen aus 16 Ländern weltweit als Botschafter für den Volleyballsport auftreten.

Läufersystem
Eine der wichtigsten Fragen im Volleyballspiel ist die nach der Aufstellung bzw. dem taktischen Korsett. Die eigene Aufstellung sollte bestimmt sein durch (Gewichtung sinkend)

  • Die individuelle Qualität der eigenen Spieler
  • das Spielniveau insgesamt
  • die Eigenheiten des Gegners

So ist beispielsweise das im oberen Leistungsbereich anzutreffende System mit nur einem Zuspieler (1:5) nicht für alle Teams in allen Leistungsbereichen auch das Erfolgreichste!

Libero
Seit dem Jahr 1999 gibt es im Volleyball die Position des Liberos. Dieser Eingriff in das Regelwerk hatte den Sinn, eine Stärkung der Abwehr herbeizuführen und die Spiele auf diese Weise spannender zu gestalten.

Anders als die Zuspieler, Außenangreifer, Mittelblocker und Diagonalspieler, trägt der Libero der Mannschaft kein einheitliches Trikot. Es muss sich farblich von denen der anderen unterscheiden. Inzwischen ist es sogar erlaubt zwei Spieler dieser Position in den Spielberichtsbogen einzutragen, jedoch werden beide zu den zwölf erlaubten Spielern gezählt. Es darf immer nur ein Libero auf dem Feld stehen. Häufig werden die Liberos sehr spezifisch eingesetzt. D.h. es gibt einen Annahmespezialisten und einen Abwehrspezialisten. Da der Libero nur auf den hinteren Spielpositionen eingewechselt werden darf, sind ihm auch nur in diesem Bereich Aktionen möglich und erlaubt. Das Ausführen eines Angriffs ist ihm nicht gestattet, wenn der Volleyball im Moment der Berührung, komplett oberhalb der Netzoberkante ist.

Handelt es sich um ein oberes Zuspiel aus der eigenen Vorderzone ist der folgende Angriffschlag oberhalb der Netzoberkante nicht erlaubt. Wird das obere Zuspiel jedoch außerhalb der Vorderzone ausgeführt oder erfolgt der Pass im Baggern, gibt es keine Einschränkung bezüglich des Angriffs. Diese Regel wurde eingeführt, damit die Liberos nicht als Zuspieler eingesetzt werden.
Für die Ein- und Auswechslung gibt es keine Begrenzung. Sofern zwischen dem Tausch ein Spielzug mit einer Spielstandsänderung liegt. Der Austausch darf nur ausgeführt werden, wenn der Ball nicht mehr im Spiel ist und ehe der Schiedsrichter per Pfiff den nächsten Aufschlag einläutet. Der Wechsel mit dem Feldspieler hat dabei immer zwischen der 3m Linie und der Grundlinie zu erfolgen, damit kann der Feldspieler in der Wechselzone nicht versehentlich einen irregulären Wechsel erzeugen. Sollte sich der Libero während des Spiels verletzen, ist es dem Trainer möglich, einem anderen Spieler – der sich nicht auf dem Spielfeld befindet – diese Position zuzuteilen. Hierzu wird jedoch die Genehmigung des ersten Schiedsrichters benötigt. Dieser muss diesen ausnahmsweisen Wechsel unter Bemerkung auf dem Spielberichtsbogen eintragen.

Es ist empfehlenswert, wenn der Libero sich in allen Positionen des Volleyballs gut auskennt, da er so die Aktionen des Gegners besser einschätzen kann. Allerdings sollte seine deutliche Stärke im Bereich der Abwehr liegen. Nicht umsonst wird er schließlich auch als spezialisierter Defensivspieler bezeichnet. Dazu sollte der Spieler besonders schnell und über gute Reflexe verfügen.
Seine Funktion gleicht ein wenig der eines Dirigenten, der seine Mitspieler lenkt, daher ist ein gewisses Geschick in der Koordination und Organisation notwendig. Eine gelungene Kommunikation und ein gutes Spielverständnis sind ausschlaggebende Faktoren, die in dieser Position gebraucht werden. Wegen der vielen Wechsel während des Matches, wird eine hohe Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit benötigt. Von besonderer Wichtigkeit ist jedoch, dass der Spieler sich mit seiner besonderen Position identifizieren kann und sich über die Bedeutung im Klaren ist. Wer diese Position übernimmt, hat weit weniger Ballkontakte, als der Rest der Teammitglieder und wird auch öfter ausgewechselt.

Mikasa
Der MVA 200 ist der offizielle Spielball der FIVB (Fédération Internationale de Volleyball), des DVV (Deutscher Volleyball Verband) und von elf deutschen Landesverbänden. International bekannt wurde er vor allem durch seinen Einsatz bei den Olympischen Spielen in Peking im Jahr 2008 und in London im Jahr 2012. Auch bei Welt- und Europameisterschaften, sowie bei den deutschen Jugendnationalmannschaften kam der Mikasa MVA 200 bereits zum Einsatz. Kaum ein anderer Volleyball wurde dank seiner ausgefeilten Machart und seinen exzellenten Flugeigenschaften bereits in derartig vielen Ligen auf dem Feld gesehen.

In anderen, zum Großteil regionalen Klassen kommt in den meisten Fällen der Molten Volleyball V5M5000 zum Einsatz.

Der Mikasa MVA 200 setzt sich aus acht gleich großen Panelteilen in Flammenform zusammen, deren Material aus hochwertigem Kunstleder in Verbindung mit feinster Mikrofaser durch an die 32.000 winzigen Vertiefungen für ausgezeichnete Griffigkeit sorgt. Die spezielle Polyuretan-Technologie absorbiert den Schweiß und macht den Ball besonders weich und strapazierfähig. Darüberhinaus sorgt das verbesserte Design des Mikasa MVA 200 mit der Kombination aus leuchtendem Blau und der Signalfarbe Gelb für eine optimale Sichtbarkeit des Balles. Durch die raffinierte Machart des MVA 200 ermöglicht er im Gegensatz zu anderen Volleybällen, die aus 18 Einzelteilen gefertigt werden, eine deutlich optimierte Ballkontrolle.

Besonders bemerkenswert ist diese spezielle Dimple-Oberfläche, da sie im Vergleich zu anderen Bällen die Energie des Aufpralls auf den Händen der Spieler um ein Vielfaches mehr absorbiert. Durch den geringeren Rebound-Effekt bleibt der Ball länger in Kontakt mit dem Spieler, der in Folge mehr Kontrolle über den Ball ausüben ihn mit erhöhter Stabilität führen und lenken kann. Dies erfordert mehr Können, Aufmerksamkeit und Arbeit des Spielers, sowohl in der Ballannahme, als auch in der Abwehr bzw. im Zuspiel des Mikasa MVA 200 zum nächsten Spieler.

Der Mikasa MVA 200 wird mit einem Umfang von 65 bis 67 Zentimeter der Standardgröße 5 zugeschrieben und erreicht ein Gewicht von 260 bis 280 Gramm. Durch die lediglich acht Panelteile, aus denen der Ball besteht, konnten die Nahtstellen reduziert werden. Gemeinsam mit seinem stabilen Kern aus gewundenem Nylon erreicht der MVA 200 dadurch eine perfekte Kugelform, die ihm seine außergewöhnliche Aerodynamik verleiht. Die Ummantelung des Nylonkerns mit einer doppelschichtigen Butylgummiblase sorgt dank „no leak”-Technologie für absolute Luftundurchlässigkeit.

Mittelangreifer / Mittelblocker
Auch

  • Mitten
  • Schnellangreifer oder
  • Mittelangreifer

genannt, sind zumeist die Längsten auf dem Feld. Auch wenn sie selbst nicht an jedem Angriff beteiligt sind, schaffen sie es doch durch geschicktes „Block ziehen“ den generischen Mittelangreifer so lange zu bindet, dass sich immer wieder Einerblocksituationen für die angreifenden Kollegen ergeben.

Neben ihrer Länge müssen gute Mittelblocker eine Vielzahl an Eigenschaften mitbringen:

  • Hohe Geschwindigkeit/ Beinarbeit auf kurzen Distanzen
  • Hohe Sprungkraftausdauer
  • Stabiler Anlaufrhythmus (inklusive der Fähigkeit, Anlauf und Abschlagen verzögern und beschleunigen zu können)

Pritschen
Die Handflächen zeigen in Richtung des Balles, der sich oberhalb der Schulterachse befinden sollte, wobei Daumen und Zeigefinger beider Hände ein offenes Dreieck bilden. Der Ball wird von oben zugespielt. Diese einfache und zuerst zu erlernende Grundspielart wird mit zunehmender Spielklasse und insbesondere auf der Zuspielposition immer weiter perfektioniert. So hat ein Zuspieler „gute Hände“, wenn er den Ball (mithilfe der Daumen) blitzschnell und für den Gegner nicht ausrechenbar rücklinks über seinen Kopf dem Angreifer „stellen“ kann.

Rally-Point-System
Es wurde im Volleyball 1999 vom Weltverband (FIVB) mit einer Regeländerung im Hallenvolleyball und 2001 im Beachvolleyball eingeführt. Dabei führt jetzt jeder Spielzug zu einem Punkt.

Bis 1999 ging ein Satz noch bis 15 Punkte, wobei immer nur die aufschlagende Mannschaft einen Punkt erzielen konnte. Die annehmende Mannschaft konnte lediglich den Aufschlag während des Spielzugs gewinnen, nicht aber einen Punkt. Die Mannschaften konnten also auch nur den Satz bei eigenem Aufschlag gewinnen. Die ersten vier Sätze waren aber spätestens bei 17 Punkten beendet! Der fünfte Satz wurde damals wie heute auch bis 15 gespielt und erst bei 2 Punkten Unterschied beendet. Der Nachteil der veralteten Zählweise liegt eigentlich klar auf der Hand. Die Volleyballspiele konnten sich teilweise unberechenbar in die Länge ziehen, was natürlich auch für TV-Übertragungen nicht gerade förderlich war! 3 Sätze für das Gewinnen eines Spiels gab es in der alten Volleyballzählweise auch schon.

Das Word “rally” kann man aus dem Englischen auch mit Ballwechsel übersetzen. Point heißt natürlich Punkt. Alleine durch den Namen kann schon der Zweck und die Funktionsweise des System assoziiert werden. Ein Satz geht im neuen System nun bis 25 Punkte. Eine der beiden Mannschaften muss aber mindestens 2 Punkte Abstand zum Gegner haben. Der 5. Satz geht auch im neuen System bis 15 Punkte mit ebenfalls mindestens 2 Punkten Abstand.

Die Umstellung der Zählweise erfüllte die Erwartungen der FIVB voll. Volleyballspiele wurden durch das Rally-Point-System:

  • spannender bzw. attraktiver
  • intensiver
  • berechenbarer / planbarer

Die Rotationregel
Im Volleyball erfolgt die Nummerierung der Positionen von I bis VI gegen den Uhrzeigersinn – weitergedreht/ rotiert wird jedoch mit dem Uhrzeigersinn.
(BILD FOLGT)
Entscheiden ist, dass bis zum Moment der Aufschlagberührung nach dem Anpfiff korrekt in der Aufstellung gestanden wird – erst dann ist das Laufen/ Wechseln erlaubt. Einige Läufersystem sind im unteren Teil dieser Seite erläutert.

Volleyball-Bundesliga (VBL)
Keine grundsätzlichen Reformen, aber Erfolg versprechende zeitgemäße Veränderungen begleiten die deutsche Volleyballliga DVL zum Start in die neue Saison 2014/2015. Dabei hat sich auch die Bezeichnung geändert. Der 73 Mannschaften in der ersten und zweiten Spielklasse umfassende Ligaverband heißt neuerdings Volleyball Bundesliga. Für die Damen- und Herrenteams greifen zukünftig aber auch anderen Rahmenbedingungen und ein neues Erscheinungsbild (http://www.volleyball-bundesliga.de). Dies gab Geschäftsführer Klaus-Peter Jung am 12.08.2014 anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin bekannt.

Vorausgegangen war im Juni dieses Jahres die Verabschiedung eines „Masterplans“ im Rahmen der Bundesligaversammlung in Zeuthen. Dies war das Resultat intensiver Analysen und Bewertungen im Hinblick auf eine bessere strategische Ausrichtung. Es gehe darum, so VBL Präsident Michael Evers, dass wichtige Punkte wie Managementstrukturen, Wirtschaftlichkeit, Öffentlichkeitsarbeit und Medienberichterstattung zeitkritisch auf den Prüfstand gestellt worden seien. Im engeren sportlichen Bereich müsse weiter an Professionalität und am Wertebild gearbeitet werden, um die Attraktivität des Volleyballspiels weiter zu erhöhen.
Die tendenziellen Verbesserungen beim Zuschauerzuspruch wirken sich derzeit ebenso vorteilhaft aus wie die erkennbar intensivere Berichterstattung durch die Medien zum Spielbetrieb. Eine flankierende Maßnahme ist hierbei das neue Logo mit Markenclaim: „VOLLEYBALL BUNDESLIGA – HOME OF RESPECT“. Das ausdrucksstarke Logo nimmt einen besonderen Stellenplatz in der aktuellen Image-Werbung für den Volleyballsport ein. Die Kampagne „Wir punkten mit“ zielt mit einem neuen Leitbild vor allem auf die Kernwerte des Volleyballs ab:

  • Präzision
  • Power
  • Eleganz
  • Dynamik
  • Respekt
  • Emotionen
  • Professionalität
  • Gemeinschaft

Positive Signale seitens der Sponsoren deuten ebenfalls darauf hin, dass der neu eingeschlagene Weg der richtige zu sein scheint. Spielerpersönlichkeiten versuchen neben allen anderen Spielern, sich stärker als bisher als Vorbild für die besonderen Werte im Volleyballsport mit einzubringen.

Neben der 1. Bundesliga für Frauen und für Männer findet der VBL-Spielbetrieb jeweils in der 2. Bundesliga Nord und in der 2. Bundesliga Süd statt. Außerdem finden Pokalspiele für Frauen und Männer statt.

Zuspieler
Ein „Steller“ hat als Spieler eine Schlüsselposition im Volleyballspiel, weil er im Normalfall immer die 2. Berührung auf der eigenen Seite ausführt. Nachdem die Annahme (1. Berührung nach Aufschlag des Gegners) oder Abwehr (1. Berührung nach einem Angriff oder Block) den Ball (hoffentlich) in Richtung des Stellers gespielt hat, verteilt er den Ball auf einen seiner Angreifer. Dabei gilt es einige komplexe Situationen in Bruchteilen von Sekunden zu erfassen. Bereits vor der Ausführung des Aufschlags muss der Zuspieler sich seine vorderen und hinteren Angreifer und die gegnerischen Blockspieler an. Anhand dieser Informationen koordiniert er den Angriff bzw. die Angriffskombination mit verdeckten Handzeichen, damit der Gegner keine Information zur geplanten Aktion bekommt. Desweiteren geben die Handzeichen Informationen über die geplante Geschwindigkeit des Zuspiels.

Wenn der Ball nicht gut von der Annahme/Abwehr zum Steller gespielt wird, haben die Mannschaften in der Regel sogenannte Notbälle einstudiert. Hier bekommen normalerweise der Außenangreifer, Diagonalangreifer oder ein Hinterfeldangreifer ein mittelhohen bis hohen Ball gestellt. Dieser versucht dann den Ball noch möglichst hart oder auch clever zum Gegner zuspielen, damit dieser seinen Spielzug (seine 3. Berührungen) nicht aufbauen kann.

Nicht immer kann der Zuspieler die 2. Berührung wahrnehmen. Wenn er z.B. selber die 1. Abwehrberührung hat, muss einer der anderen 5 Mitspieler einen Notball zuspielen. Dies ist auch der Fall wenn die Abwehr und Annahme so „schlecht“ ist, dass der Steller nicht mehr den Volleyball erreichen kann, bevor dieser den Boden oder Wand berührt.

Läufersysteme
Da der Zuspieler eine zentrale Rolle während eines Ballwechsels einnimmt, wurde eine Handvoll von Läufersystemen entwickelt. Dadurch verspricht man sich, dass der Steller optimal anspielbar ist und zugleich die Angreifer am besten einsetzen kann. Der Name Läufersystem hat seinen Ursprung in der Handlung des Stellers. Dieser „läuft“ nach Vollzug des Aufschlags von seiner Rotationsposition auf eine bestimmte andere Position. Nachfolgend werden 3 solche Systeme näher vorgestellt.

Zuspiel über die Position 3
Bei diesem Läufersystem befinden sich 2 Steller auf Spielfeld. Sie sind so aufgestellt, dass sie immer sich diagonal gegenüberstehen und somit nie gleichzeitig in der vorderen oder hinteren Reihe gemeinsam stehen können. Auf den jeweils 3 vorderen Positionen übernimmt der Zuspieler die Ballverteilerrolle. Dafür läuft er immer nachdem aufgeschlagen wurde auf die Position 3, sofern er durch Rotation nicht schon sowieso auf diese Position steht. Von hieraus stellt er den Ball in Richtung 2 , 4 und manchmal auch für den Hinterfeldspieler auf der Position 6. Dieses Läufersystem ist in den leistungsorientierten Spielklassen aus der Mode gekommen. Es wird häufig im Hobby- und Jugendbereich eingesetzt, weil für die unten aufgeführten Läufersysteme eine sehr gute Grundtechnik benötigt wird.
(BILD FOLGT)

2-Läufersystem
Für das 2-Läufersystem werden ebenfalls 2 Steller gleichzeitig benötigt. Beide stehen sich ebenfalls wieder diagonal gegenüber. Ziel von diesem System ist es immer 3 Angreifer in der vorderen Reihe zu haben. Dabei übernimmt der vordere Steller die Rolle des 3. Angreifers. Damit das System funktioniert, nimmt der vordere Steller die Position 2 und der hintere Steller die Position 1 ein. Während des Ballwechsels versucht dann grundsätzlich der Zuspieler in der hinteren Reihe die 2. Berührung zu bekommen und den Ball an die 3 Angreifer im Vorderfeld. Sollte der Hinterfeldzuspieler selbst den Ball abwehren, ist immer noch der Vorderfeldsteller zur Stelle. Bei der Annahme läuft der Zuspieler auf der Rotationsposition 1 und 6 direkt nach vorne um die Annahme zu stellen. Wenn er sich auf Position 5 steht, übernimmt der vordere Steller das Zuspiel. Für dieses Läufersystem sollte man 2 Steller haben, die auch gut Angreifen können und dazu noch einen 3. Steller im Kader um einen Steller mit einem schlechten Tag auszugleichen. Dieses System findet man schon in einigen höheren Leistungsligen. Das Läufersystem des Spitzenvolleyballs wird nachfolgenden vorgestellt.
(BILD FOLGT)

1-Läufersystem
Das System mit nur einem Zuspieler funktioniert so, dass der Steller während des Spielzuges immer die Position 2 oder 1 einnimmt. Das hängt von der momentanen Aufstellung ab. Befindet sich der Steller auf den Positionen 1, 5 oder 6 (Hinterfeldspieler) nimmt er während des Spielzuges immer die 1 ein. Befindet sich der Zuspieler auf Position 2, 3 oder 4 (Vorderspieler) nimmt er immer die Position 2 ein. Der Vorteil des Systems besteht darin, dass der Zuspieler, sofern her Hinterfeldspieler ist, 3 „echte“ Angreifer unter den Vorderspielern hat. Das sind im Normalfall ein Außenannahme /Außenangreifer, ein Mittelblocker /Mittelangreifer und ein Diagonalspieler. Die Annahme bzw. Abwehr wird dabei idealerweise zwischen die Positionen 2 und 3 gespielt. Wenn der Steller Vorderspieler ist, hat er vorne nur noch Außenangreifer und den Mittelangreifer. Der Diagonalspieler greift als Hinterfeldspieler an. Als taktisches Mittel wird bei diesem System häufig zum Satzende ein sogenannter Doppelwechsel vollzogen. Wenn der Läufer zum Vorderspieler wird, wechselt man für diesen einen Diagonalspieler ein. Gleichzeitig wird ein anderer Zuspieler für den Diagonalspieler eingewechselt, welcher nun ja Hinterfeldspieler ist. Damit hat man 3 Positionen lang wieder 3 Angreifer/Blocker im Vorderfeld und der 2. Zuspieler verteilt die Bälle in dem er von der 1 läuft.
(BILD FOLGT)