Dresdner Weg

Hier findet Ihr Informationen über die Nachwuchsarbeit des Dresdner SC 1898 sowie Kurzbiographien bereits erfolgreich beschrittener „Dresdner Wege“. Immer wieder werdet ihr hier neue Geschichten zu lesen bekommen.

Michelle Petter

Beginnen wollen wir die Lebensläufe unserer 5 Spielerinnen, die dieses Jahr den VCO „zu neuen Ufern“ verlassen haben, mit einem echten Dresdner Urgestein – Michelle Petter.

Michi oder Flummi, wie sie alle nur nannten, trug die Nummer 2 und war die Libera des VCO. Die in Dresden geborene, freche Blondine kommt ursprünglich aus der Leichtathletik und musste sich mit der 5. Klasse und dem Besuch der Sportoberschule zwischen Leichtathletik und Volleyball entscheiden. Schnell war für die „Team-Playerin“ klar, dass es der Mannschaftssport für sie wird.

Da sie mit 1,75m nicht zu den großen Spielerinnen gehört, aber dennoch flink auf den Beinen ist und eben springt wie ein „Flummi“, nahm sie die Herausforderung der Libero-Position an. Dass sie hierbei nie Angriffe schlagen wird und die besondere Verantwortung der Spielorganisation tragen wird, sah sie eher als Stütze für die Mannschaft.

Unter bekannten Trainern wie Barbara Makowska, Volker Grochau, Klaus Kaiser und zuletzt Jens Neudeck verdiente sie sich ihre Sporen. Beobachtern war schnell klar, dass die annahmestarke Michi bald zum Teamleader avonciert. War sie doch diejenige, die die Anfeuerungen am Lautesten begleitete, sich ihre Bälle in der Annahme am Deutlichsten nahm und die Spielerinnen hinter den Kulissen auch einmal trösten und aufbauen konnte. Mit Maria Kirsten hatte sie zuletzt die Kapitänsrolle inne und wirkte nach ihrem Schulabschluss in 2014 sogar in der Vereinsorganisation mit.

Da Flummi ein sehr ehrgeiziger Mensch ist, der weiter denkt, wollte sie unbedingt eine Ausbildung neben ihrem Wunsch des Erstliga-Volleyballs beginnen und hier Sport und Management verbinden. Und da sie bei diesem Ziel genauso unermüdlich kämpfte, wie mit den vielen hundert Bällen vor der Ballmaschine, hat sie es tatsächlich geschafft. Seit Juli trainiert sie bei den Volleystars Thüringen in Suhl und ist Teil der Erstliga-Mannschaft. Zudem wird sie eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau beginnen. Das alles ist für Michi eine große Herausforderung, die sie entschlossen ist zu meistern.

Fragt man sie nach ihrem größten Erfolg bzw. schönsten Moment in Dresden, antwortet sie: „Die Deutschen Meisterschaften 2012 der U18 in Bieberach, als wir den Titel holten und uns sogar Frau Orosz einlud und sagte wie stolz sie auf uns wäre. Und natürlich die diesjährigen Deutschen Meisterschaften U20, die wir alle gemeinsam nochmal gewinnen konnten.“

Flummi wird ihren Weg in Suhl gehen, viel lernen und wer weiß … vielleicht sehen wir sie einmal in Dresden wieder.


Stefanie Karg

… ein kurzer, aber knackiger Dresdner Weg aus „jüngerer Vergangenheit“, denn erst im Alter von 16 Jahren kam „Kiki“, wie sie alle nennen, im Jahr 2003 als „Quereinsteiger“ nach Dresden zum VCO und damit auch auf das Sportgymnasium. Vorher spielte sie bei ihrem Heimatverein „Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda“.

Unter Klaus Kaiser trainierte die heute 1,88m große Mittelblockerin dann 2 Jahre und bekam 2005 die Chance in die erste Mannschaft des DSC zu wechseln. Bereits 2004 hatte sie mit der Junioren Nationalmannschaft an der Europameisterschaft teilgenommen und sich unter Wolfgang Tronick ihre Sporen verdient.

Den Wechsel zum DSC im Jahr 2005 vollzog Kiki im Trio mit Mareen Apitz und Stephanie Kestner zusammen, über die wir hier ebenfalls noch ausführlicher berichten werden. Somit war Steffi bereits beim Meistertitel des DSC 2007 dabei. Natürlich hatte sie damals noch keine Stamm-Spieler-Rolle inne, sondern musste sich vielmehr mit den damaligen Nationalmannschaftsmittelblockerinnen Ssuschke und Fürst messen, was sie jedoch als Herausforderung empfand, bei der sie „unheimlich viel gelernt“ hat. Für jüngere Spielerinnen sei dieses regelmäßige, gute Training auf hohem Niveau die größte Chance, trotz weniger Einsatzzeiten zu Anfang, wie sie selbst sagt. Kiki ist das beste Beispiel dafür, denn sie entwickelte sich beim DSC zu einer der besten Spielerinnen auf der Mittelblock-Position, was ihr die Berufung in den Kader der A-Nationalmannschaft bescherte.

Kiki, die am 22.10.1986 im sächsischen Hoyerswerda geboren wurde, blieb dem DSC treu und spielte sich in die Stamm-Sechs. Es folgten der Pokalsieg sowie der Challenge Cup Sieg im Jahr 2010, die Vizemeisterschaften 2011, 2012, 2013 und natürlich der lang ersehnte Titel Deutscher Meister 2014. In diesem Sommer konnte sie auch das erste Mal verletzungsfrei durchspielen und mit der Nationalmannschaft an der WM teilnehmen und die Montreux Volley Masters 2014 sogar für Deutschland gewinnen.

Danach wurde es Zeit für einen Wechsel und die erste Auslandserfahrung – der Wechsel zu VK Agel Prostejov. Wo Steffi Meister und Pokalsieger (und natürlich Champions League Best of 12) wurde.

Warum Kiki den Reigen der Dresdner Wege eröffnet, hat viele Gründe: eine tolle Geschichte eines erfolgreichen Weges einer Quereinsteigerin, einer DSC treuen Spielerin und einer Frau, die den Dresdner Weg mit geprägt hat, denn dieser meint die Verbindung aus Volleyball auf leistungssportlichem Niveau und die Erlangung einer guten und soliden Ausbildung für die Zeit nach dem Sport. So machte Steffi neben den sportlichen Erfolgen auch ein gutes Abitur auf dem Sportgymnasium und nahm die Herausforderung eines Studiums neben dem Erstliga-Betrieb an. Sie studierte Lehramt-Gymnasium, wurde damit Gesicht der Nachwuchsinitiative und der TU Dresden. Aber es bedeutete eben auch das ständige Koordinieren von Training und Studium, das Organisieren von Terminen und das Lernen mit Stirnlampe im Mannschaftsbus nach anstrengenden Auswärtsspielen, während alle anderen schliefen.

Hut ab Kiki, für Deinen steilen Dresdner Weg, der Ansporn und Anspruch für junge Talente sein muss!


Ehemalige Spielerinnen des VCO (seit 2014)

Maike Henning

Außenangriff

Rica Maase

Diagonal

Michelle Brunsch

Außenangriff

Emma Wehner

Universal

Madlen Kluge

Universal

Clara Hölzel

Außenangriff

Steffi Kuhn

Außenangriff

Svenja Haupt

Mittelblock

Sarah Mater

Diagonal

Jamie-Lee Zenker

Mittelblock

Sophie Nestler

Außenangriff

Maria Riesen

Mittelblock

Constance Plath

Mittelblock

Luise Wolf

Außenangriff

Elisabeth Lowke

Mittelblock