Hey ich bin´s – Teil 9 – Lina-Marie Lieb

Hey ich bin´s – Lina-Marie Lieb

In unserer Rubrik „Hey ich bin´s“ stellen wir euch in regelmäßigen Abständen unseren ersten Kader vor. Diese Woche haben wir uns mit Lina-Marie Lieb unterhalten und spannende Dinge erfahren.

Hey Lina, kannst du dich mal kurz vorstellen?

Hey! Na klar. Mein Name ist Lina-Marie Lieb, ich bin 16 Jahre und komme aus Thüringen. Beim VCO spiele ich jetzt die zweite Saison in der zweiten Bundesliga und bin immernoch überzeugt, dass der Wechsel von Sonneberg in Thüringen nach Dresden der richtige für mich war. Zum Volleyball selbst bin ich eigentlich durch den Hausmeister meiner Grundschule gekommen, denn er war auch der Trainer der Volleyballerin und hat für eine Jugendmannschaften Mädchen gesucht. Er hat mich immer wieder angesprochen, aber damals hatte ich soviele andere Hobbys wie reiten und Akkordeon spielen, dass es für mich nicht in Frage kam. Doch nach einiger Zeit und mehrmaligen Fragen, hab ichs dann doch mal ausprobiert und war direkt begeistert. Auch weil ich viele Freundinen in dem Sport gefunden habe, die bis heute halten.

Du sagst, du konntest dir das am Anfang nicht so vorstellen?

Ja genau. Ich war dann in Sonneberg in meiner Mannschaft glücklich und so um die 11 Jahre. Ich wurde dann auch eingeladen, nach Erfurt auf die Sportschule zu gehen aber ich wollte nicht meine Familie und Freunde verlassen. Gerade in dem jungen Alter war das schon ein riesen Schritt für mich, den ich nicht gehen wollte, weil ich in Sonneberg so glücklich war. Ein paar Jahre später habe ich dann mal versucht in der Thüringenauswahl zu spielen, was auch gut funktioniert hatte und nach dem zweiten Bundespokal ist Herr Neudeck auf meinen Landestrainer zugegangen und meinte, dass ich gutes Talent habe und in Dresden wohlmöglich beste Bedingungen für meine weitere Laufbahn vorfinde, sofern ich möchte. Er hat mich auch zum Probetraining eingeladen. Ich habe dann echt eine Weile überlegt, weil Dresden nochmal ein Stück weiter weg wäre als Erfurt, aber habe dann zum Probetraining zugesagt, um es mir mal anzusehen. Durch die Mädels in Dresden, welche ich schon von anderen Spielen kannte, fühlte ich mich gleich herzlich aufgenommen. Alle von denen waren mal in der gleichen Situation, dass hat man gemerkt und hat mir geholfen. Und da ich in Sonneberg tatsächlich keine wirklichen Alternativen für ein höherklassiges Spiel hatte, war der Wechsel nach Dresden besiegelt, denn mit der Schule und dem Sport ist die Kombination einfach einmalig und die Mannschaft dazu so hochklassig, dass man permanent was dazu lernt.

Und du magst Volleyball so sehr, dass nach der Hallensaison nicht Schluss ist?

Das stimmt. Ich liebe es, im Sommer bei dem schönen Wetter, den Temperaturen und der guten Laune die alle haben Beachvolleyball zu spielen. Ich bin dort nicht die Erfolgreichste, aber darum kommt es mir garnicht an. Ich habe dort einfach unheimlich Spass, weil man immer mit einer Partnerin zusammen spielt, die genauso begeistert ist und solche Tage, bei dem schönen Wetter einfach was anderes sind, als in der Halle zu spielen. Die Herausforderung Sand pusht einen dann immer nochmal und das macht es so einzigartig. Ohne den Beachvolleyball, hätte ich auch keine Lust mehr in der Halle zu spielen, denn auf die Outdoor-Spiele freue ich mich schon immer das ganze Jahr als kleines Highlight. Doch, wenn wir gerade dabei sind. Auch ohne die Unterstützung meiner Eltern, würde ich jetzt kein Volleyball mehr spielen, denn ich bin eigentlich ein Familienmensch, zwar ein ruhiger, aber die Nähe ist mir schon wichtig. Seit dem Schritt nach Dresden ist die nicht mehr da, aber meine Familie und Freunde unterstützen mich immer, egal bei was und das macht es dann wieder lohnenswert, diese Schritte zu gehen.,

Jetzt war das erste Jahr VCO eine ziemliche Eingewöhnung für dich. Und jetzt spielst du Stammplatz – überrascht?

Ja, also das erste Jahr war schon sehr anstrengend und prägend für mich. Nicht nur, dass alles im Umfeld neu ist. Angefangen von neuen Mitschülern, wovon übrigens ich die einzigste Volleyballspielerin in der Klasse bin, bis hin zum Verein selbst und der Mannschaft. Man lernt soviele neue Leute und Eindrücke kennen, da hat man noch keine Sekunde Volleyball gespielt. Und das spielen selbst, unterscheidet sich auch extrem von dem in Sonneberg. Wir haben viel häufiger Training und trainieren viel professioneller und gezielter. Haben viel mehr Qualität in der Mannschaft und bei den Gegnern, machen Videoanalysen und haben auch die leider deutlich längeren Busfahrten. Das war im ersten Jahr schon eine große Umstellung. Ich hab mich dann immer weiter rein gearbeitet und mich versucht zu verbessern. In den Sommerferien habe ich dann erfahren, dass Elena eine OP am Knie hatte und sie leider eine ganze Zeit ausfällt und ich ihren Posten kompensieren muss. Für mich kam die Entscheidung schon sehr überraschend, doch mit der Spielpraxis lernt man natürlich auch mehr. Auch wenn es manchmal hart ist und nicht alles so reibungslos läuft wie man sich das wünscht. Ich merke jetzt noch, dass jeder kleine Fehler direkt bestraft wird und ich mich noch verbessern muss. Aber das braucht immer etwas Zeit und dann wird das. Ich merke es auf jedenfall, dass ich nicht nur athlethisch immer besser werde, sondern auch technisch. Und genau das ist das Ziel, der Mannschaft so zu helfen.

Und die letzte Frage – was isst du gern und erzähl uns doch mal eine lustige Storie von dir!

Die Frage mit dem Essen ist einfach. Ich liebe alles mit Fleisch. Ob Steak, Schnitzel oder Bratwurst. Egal, hauptsache Fleisch.! Für eine lustige Storie muss ich schon paar Jahre zurück denken, da fällt mir direkt eine ein, die für Außenstehende wie man mir sagte – lustig war, für mich im Nachgang etwas peinlich. Als ich mit 9/10 Jahren noch im Orchester Musikaufritte hatte, bin ich bei einer Generalprobe ganz entspannt ohne Noten erschien und hatte dann meinen Aufritt und habe mich ohne was dabei zu denken vor das komplette Orchester gestellt. Die anderen waren natürlich alle sehr viel älter als ich. Als ich vorn stand, wurde ich vom Musikschullehrer und dem Dirigenten mitten in der Probe angesprochen, wo denn meine Noten wären um das schwere Stück musizieren zu können und darauf hab ich dann einfach geantwortet, dass ich die Lieder die hier gespielt werden auch alle so ohne Noten kann. Die Antwort hat dann für viel Heiterkeit bei den anderen und bei genauerem Überlegen, ziemlicher Peinlichkeit bei mir gesorgt.

 

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir wünschen dir weiterhin so viel Spass und Erfolg mit den Mädels =)

2017-11-28T08:58:31+00:00