Hey ich bin´s – Teil 13 – Patricia Nestler

In unserer Rubrik „Hey, ich bin´s“ stellen wir euch in regelmäßigen Abständen unsere Talente vor. Nun haben wir uns mit unserer Abwehrchefin und Libera Patrica Nestler unterhalten. Spannende Einblicke, welche wir erhielten!

 

Hey Patti! Kannst du dich kurz vorstellen?

Hey! Mein Name ist Patricia Nestler, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Radebeul. Ich habe früher mal mit Leichtatlehtik und Turnen angefangen. Dann war ich mit meiner Familie und der Familie von Linda Helteroff im Urlaub und wir haben dort am Strand Volleyball gespielt. Sofort war ich vom Spiel fasziniert und habe mich dann recht rasch entschieden, diese Sportart energischer auszuüben, da es mir extrem viel Spaß bereitet hat. Ich bin dann recht schnell zum VCO gewechselt und habe alle Altersstufen durchlaufen um nun in der zweiten Liga zu spielen. Ein Urlaub der sich rückblickend defintiv gelohnt hat.

Jetzt spielst du ja nicht nur in der zweiten Liga, sondern warst mit der Nationalmannschaft auch in Argentien zur Weltmeisterschaft. Wie ist die internationale Wettkampfhärte und wie war die Reise?

Genau, ich hatte das Glück als Libera schon eine grandiose und emotionale Europameisterschaft spielen zu dürfen, bei welcher wir uns dann für Argentinien qualifiziert haben. Damit ging natürlich ein riesiger Traum in Erfüllung. Solch ein tolles Land, so weit weg und dann noch solche Gegner. Der Unterschied ist erstmal, dass die Mitspielerinnen, Trainer und das ganze Team neu sind. Sonst kämpft man am Netz meistens gegeneinander und nun waren wir eine große Einheit. Das hat unheimlich Spaß gemacht, sich da einzubringen, die neuen Facetten der Spielerinnen kennenzulernen und Gegner auf der anderen Seite zu haben, die richtig starken Volleyball spielen. Auch das Training unterscheidet sich in der Natio etwas zum Training in Dresden. Wir hatten eine etwas aufwendigere Videoanalyse und einige andere Elemente die neu waren. Das Abschlusstraining zum Beispiel war bei der Natio immer exakt das selbe.In Dresden variiert dieses, was ich persönlich besser finde. Auch die Talentdichte ist da nochmal eine Nummer größer und somit gab es auch spannendere Spiele. Die Spiele, das Land und die ganze Reise mit Flügen, Hotels und Busfahrten inclusive den ganzen Spass mit der Mannschaft, werden mir defintiv im Kopf bleiben.

Du bist Abwehrchefin. Eine Zeit lang hatten wir in Dresden in dem Bereich größere Probleme, du hast dir das sehr zu Herzen genommen und wolltest überall auf dem Feld parat sein, hast jedem Tipps gegeben und versucht jedem zu helfen – und damit bewusst dein Spiel zerstört. Woher kommt dieser riesige Teamspirit und Helferwille, den nicht immer jeder Sportler hat?

Ich finde das selbstverständlich. Wir haben und hatten teilweise mal mehr mal weniger große Probleme mit der Annahme und als Libera kenne ich mich damit nunmal am besten aus. Da will man in der Mannschaft einfach den anderen Spielerinnen, welche da manchmal Probleme haben, die eigenen Tipps und Erfahrungen weiter geben. Aber auch wenn das nicht hilft, versuch ich schon so viel wie möglich Feld einzunehmen und so gut es geht, die Bälle zu verteidigen. Natürlich durchschauen das die Gegner auch manchmal, was mir dann nicht den gewünschten Erfolg bringt. Sicherlich könnte ich auch ein sehr gutesSpiel von mir abliefern und auf meine Quote achten, doch das will ich garnicht. Ich will der Mannschaft helfen, auch wenn ich dabei auch schlecht weg komme, obwohl ich eigentlich gut spiele. Doch das ist egal. Wir machen ein Teamsport und da finde ich es absolut selbstverständlich, seine eigenen Interessen und Werte dem gesamten Erfolg der Mannschaft unterzuordnen. Wenn ich schlecht annehme, versuchen die anderen Mitspielerinen ja auch trotzdem den Punkt zu machen. Aber aktuell werden wir in der Annahme deutlich besser und machen dadurch auch weniger Folgefehler und sind nicht so anfällig. Das Spiel gegen Bad Soden hat das gezeigt. Jetzt müssen wir es nur noch gegen die großen Gegner hinbekommen.

Wie sieht den so ein perfekter Tag für dich aus und was machst du nach so einem Spiel?

Für ein Volleyballspiel brauch ich immer eine gute Stimmung in der Mannschaft. Das ist zum Glück immer der Fall. Dann muss ich mich wohl fühlen. Das war bei der Natio schwieriger, als in Dresden, hier wo ich Zuhause bin. Die vertraute Umgebung und die Menschen sind schon ein wichtiger Schlüssel, sich auf dem Spielfeld wohl und sicher zu fühlen um dann einen guten Tag zu erwischen und zu punkten. Nach dem Spiel find ich ausschlafen extrem entspannend. Danach ein schöner Film oder was mit Freunden machen hilft immer um auf andere Gedanken zu kommen. Auch wenn die Zeit dafür natürlich nicht immer so zur Verfügung steht, wie man es sich manchmal wünschen würde. Eine Party hilft natürlich auch, um auf andere Gedanken zu kommen und dann voller Energie neu angreifen zu können. Doch dafür ist noch weniger Zeit, da wir ja an sehr vielen Wochenende spielen und es da natürlich nicht geht.

Was isst du denn am Liebsten und kannst du uns eine lustige Storie aus deinem Alltag erzählen?

Am liebsten esse ich Quarkkeulchen mit Apfelmus oder Rührei mit Spinat und Kartoffeln. Ein Traum!. Und eine lustige Geschichte die mir bei dem Sonnenschein aktuell direkt einfällt, ist ein Moment, als ich mit Anne bei der deutschen Meisterschaft im Beach war. Und da sind wir beide vor dem Spiel auf die Toilette gegangen und ich hab mir dann die Hände gewaschen und draußen auf Anne gewartet. Mein Plan war, wenn Anne raus kommt, sie mit Wasser zu bespritzen. Doch als die Tür aufging und ich die Person mit Wasser bespritzt habe, merkte ich, dass es eine ganz andere Frau war, die dann nass war. Doch aufgrund der Wärme und Sonne hat sie es mir einem lachen genommen. Für mich war es jedoch extrem peinlich und trotzdem irgendwie zum lachen.

Vielen Dank Patti, dass du uns solch spannende und am Ende sehr lustige Einblicke in deine Person und dein Leben gegeben hast.
2018-02-23T11:24:54+00:00