EM: 3 Spiele – 9 Punkte

Was für ein Turnierverlauf für die U17 Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Bulgarien. Nach drei Spielen haben sie 9 Punkte auf dem Konto.

Die deutsche Auswahl um Bundestrainer Jens Tietböhl zeigt sich aktuell in einer sehr guten Verfassung. Nachdem man am vergangenen Samstag die Ukrainer mit 3:1 bezwang, konnten die deutschen Nachwuchstalente auch im dritten Spiel den Anforderungen gerecht werden und einen am Ergebnisklaren 3:0 Sieg einfahren. Doch nicht immer war alles so klar, wie es am Ende auf dem Papier stand. Schon im Spiel gegen die Ukraine legten die #blaubeeren atemberaubend vor, schlugen hart auf und standen sicher in der Annahme. Doch nach einem klaren 2:0 Vorsprung schlichen sich kleine Fehler ein, welche das gegnerische Team aufbauten. „Wenn wir 2-3 Annahmefehler machen, verkrampfen wir in der Annahme etwas“ so Zuspielerin Sarah Straube. Die gebotene Chance nutzten die Ukrainer und wurden in vielen Elementen besser, sodass sie den dritten Satz gewinnen konnten. Doch im vierten war die Stärke der deutschen Mädels wieder da und auch Sina Stöckmann als beste Angreiferin mit 23 Punkten konnte die Bälle entscheidend durchbringen. „Das ist immer eine Teamarbeit. Das Zuspiel stand für mich wieder gut, sodass ich mich freue, dem Team so helfen zu können“, erzählt unsere Dresdnerin nach dem Spiel. Auch unsere Mittelblockerin Julia Wesser war wieder entscheidend am Erfolg der Mannschaft beteiligt und behielt in schwierigen Phasen die Nerven. „Die Stimmung ist super und ich denke, mit dieser können wir noch viel erreichen. Man sieht es heute, wo wir uns durch Teamspirit aus dem Loch gekämpft haben“ so Julia Wesser. Mit 3:1 gewannen die deutschen Nachwuchstalente anschließend souverän.

Auch im dritten Spiel sahen sich die Mädels um Jens Tietböhl gestärkt, da augenscheinlich der „schwächste“ Gegner der starken Gruppe auf der anderen Netzseite stand. Doch direkt der erste Satz sollte ein wahrer Krimi werden und nur der Vorbote weiterer zwei hart umkämpfter Sätze sein. Immerwieder ging es im engen Punkteabstand bis zum magischen 25. Treffer, welcher am Ende aber nicht über Satzgewinn entschied. Im ersten Satz brauchten die deutschen Mädels starke Nerven und konnten sich am Ende mit 27:25 diesen sichern. Auch der zweiten Umlauf war es gleich spannend und konnte erst beim Stand vom 26:24 für Deutschland beendet werden. Nach zwei hart umkämpften Sätzen brachen die Rumäninnen gegen Ende des dritten Satzes etwas ein und ein Aufschlagfehler der Rumänien brachte dem deutschen Team die nächsten wichtigen Punkte in der Europameisterschaft. Bundestrainer Jens Tietböhl sagte zum DVV: „In den ersten zwei Sätzen war es ein Kampf auf Augenhöhe, weil wir in der Crunch-Time nicht stabil genug waren. Anschließend haben wir mit großem Selbstbewusstsein gespielt und einen wichtigen Sieg geholt. Wir sind für die Spiele gegen die Türkei und Italien gut vorbereitet und haben eine Chance, dass Halbfinale zu erreichen. Dafür werden wir alles tun.“

Fotos: CEV

2018-04-16T10:16:15+00:00