VC Olympia Dresden e.V.

Porto: Dritter Sieg bei dritten Spiel

Beim WEVZA Turnier in Portugal scheinen unsere jungen Nachwuchstalente der Nationalmannschaft des Jahrgangs 02/03 einen Lauf zu haben. Auch der vermeintlich schwerste Gegner Spanien zog den Kürzeren. Wir haben mit den Dresdner Spielerinnen gesprochen.

 

Was für ein spannendes Spiel am Donnerstagabend live im Stream. Die deutsche Nationalmannschaft des Jahrgangs 02/03 um Bundestrainer Jens Tietböhl stand vor einer schweren Aufgabe. Mit viel Selbstbewusstsein und zwei Siegen im Gepäck ging es für die jungen Ausnahmetalente gegen den womöglich schwersten Gegner in diesem Turnier. Die jungen Spielerinnen der Spanier konnten direkt von Beginn an den Druck mitgehen. Mit sehr mutigen und druckvollen Aufschlägen brachten die Spanierinnen den deutschen Abwehrriegel gewaltig ins wanken. Auch im Block und im Angriff boten die Spanier alles auf und konnten gut überzeugen. „Spanien war bisher auf jedenfalls der schwerste Gegner. Sie haben sehr gute Spielerinnen und wir mussten extrem dagegenhalten. Jeder kleine Stellungsfehler wurde von den gegnerischen Spielerinnen direkt bestraft. Das war ein Match auf Augenhöhe“ erzählt unsere Dresdner Außenangreiferin Sina Stöckmann nach dem Spiel. Doch alles kämpfen nützte den Spaniern nichts. Die deutsche Auswahl gewann den ersten Satz. „Wir waren sehr aufgeregt und nicht so gut wie die Spiele davor. Wir mussten erstmal in das Spiel kommen und waren überglücklich, den ersten Satz gewonnen zu haben. Das hat uns sehr aufgebaut“ fand Sarah Straube.

Doch der erste Satz war keineswegs ein Garant für einen weiteren Satzpunkt. Die frechen Spanierinnen witterten ihre Chance und schlugen präzise Aufschläge, welche immer wieder, durch Annahmefehler, zu direkten Punkten führten. Auch auf den Außenpositionen und am Block waren die jungen Spielerinnen nochmal deutlich stärker geworden und forderten der deutschen Mannschaft alles ab. „Wir sind nervös geworden und es haben sich Fehler eingeschlichen. Das hat die Spanier stark gemacht“, meinte Sarah Straube nach dem Spiel. So ging der zweite Satz mit 12:25 an Spanien, doch die deutschen Mädels wurden von Bundestrainer Jens Tietböhl an die eigenen stärken erinnert. Und genau das zeigte Wirkung. Im dritten Satz bot sich ein wahrer Krimi auf dem Spielfeld. Beide Mannschaften spielten am obersten Level, zogen alle Register. Trotz einer langen Punktreichen Aufschlagserie von Julia Wesser konnten die Spanierinnen immer wieder ran robben. Ob stark im Block oder mit einem frechen zweiten Ball, versuchten die deutschen Mädels alle Möglichkeiten des modernen Volleyballs auszuschöpfen. Auch die Trainer wirkten viel auf die Mannschaft ein, gaben wertvolle Tipps und nahmen taktische Auszeiten. „Wir mussten uns stark Zusammenreisen gegen sehr starke Aufschläge und haben immer wieder versucht, den Annahmeriegel neu zu ordnen und besser abzusprechen. Wir haben uns selbst gepusht und von Punkt zu Punkt gedacht“, ergänzt Sina Stöckmann den Krimi. Mit der besseren Kommunikation und absoluter Willensbereitschaft konnte man gegen Ende des dritten Satzes die wichtigen Punkte entscheiden und den Satz mit 25:21 zum 2:1 sichern.

Doch auch im vierten Satz ließen die Spanierinnen nicht locker und kämpften tapfer. Beide Mannschaften machten nun mehr starke Spielzüge, aber auch deutlich mehr Fehler. Am Ende ging es nach einem Satzverlust in den entscheidenden fünften Satz, in welchem die deutsche Auswahl direkt höchst motiviert mit 4:1 davon zog. Nach einem weiteren harten Fight und klasse Spielzügen auf allen Bereichen des Feldes konnte dann zum 15:10 euphorisch gejubelt werden. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir das Spiel gewonnen haben und die Stimmung in der Mannschaft ist jetzt noch besser. Ich denke, das war das schwerste Spiel was wir als Mannschaft bewältigen mussten. Jetzt freuen wir uns aufs Finale“ erzählt Sina Stöckmann freudig.

Im Finale geht es gegen starke Niederländerinnen. Ob sie den D-Zug stoppen können?

 

Ein paar Impressionen haben die die Spielerinnen dann auch noch gesendet. Da kann man nur neidisch werden bei solch Wetter vor Weihnachten.