VC Olympia Dresden e.V.

Hey ich bin´s – Teil 8 – Meghan Barthel

Hey ich bin´s Teil 8 – Meghan Barthel

In unserer Rubrik „Hey ich bin´s“ stellen wir euch in regelmäßigen Abständen eine Spielerin des VCO 1 vor. Diese Woche haben wir uns mit Meghan Barthel unterhalten. Ein defintiv lohnendes Erlebnis.

Hey Meghan, kannst du dich einmal kurz vorstellen?

Hey! Mein Name ist Meghan Barthel, gerne Meggie genannt und bin aktuell 17 Jahre alt. Ich komme aus Dresden und spiele jetzt das 3. Jahr in der zweiten Bundesliga Volleyball. Eigentlich habe ich sportlich mal mit turnen begonnen. Doch dann wurde ich immer größer und konnte nicht mehr so hochklassig turnen wie ich wollte. Deswegen habe ich nach Alternativen gesucht. Während einer Sichtung für neue Sportarten wurde ich dann aufgrund meiner Fähigkeiten für Sportakrobatik vorgeschlagen. Doch das hat mir nicht so gefallen. Meine Eltern und ich haben dann gefragt, ob auch die Möglichkeit nach einer Sichtung für Ballsportarten besteht und so wurde ich dann nach einem Probetraining für talentiert eingestuft und zum VCO übernommen. Dort habe ich dann alle Nachwuchsreihen durchlaufen und eine gute Ausbildung genossen. Und jetzt darf ich 2. Bundesliga spielen.

Und deine Position ist eine besondere. Als Zuspieler fällt und steigt ein Spiel mit deiner Leistung. Wie gehst du damit um?

Ja das stimmt. Ich fand die Intensität der Zuspielfunktion immer interessant. Ich bin jetzt bei unserem Spiel bei jedem Ball mindestens einmal beteiligt. Ob am zweiten Ball fürs Zuspiel, am Block oder bei Aufschlägen. Ich kann sozusagen das Spiel mit meinem Zuspiel maßgeblich verändern und sogar selbst Punkte machen. Eine irre intivensive Spielführung, die einiges abverlangt aber defintiv reizvoll ist. Und mit diesem Druck umzugehen ist, finde ich Gewöhnungssache. Ich spiele die Position schön länger und mit der Erfahrung kommt man in die Spielabläufe noch besser hinein. Durch unser sehr gutes Training üben wir auch speziell solche Dinge z.B mit unseren Zuspielkörben. Den Druck selbst empfindet man dann auf dem Spielfeld garnicht mehr so. Und sollte es wirklich mal nicht laufen, gibt es ja immernoch andere Zuspieler. Unser Trainer wechselt dann immer geschickt aus. Manchmal versteh ich es zwar nicht auf Anhieb, aber wenn er es mir erklärt, ist es verständlich und ich merke, dass ich dann etwas runter kommen kann und bei der Einwechslung wieder voll dabei bin. Weil verkrampft zuspielen wird meist nicht gut…

Wer so viel denken & beobachten muss im Spiel und eigentlich immer mal ausgewechselt wird, steht immer im Rampenlicht. Wie verbringst du dann deine Freizeit?

Ich bin ein absoluter Familienmensch. Ich verbringe jede freie Minute mit meiner Familie und unseren drei Hunden zu Hause. Ich wohne auch nicht im Internat. Meine Eltern unterstützen mich so extrem, dass sie sogar ihre Arbeitszeiten so einteilen, um mich täglich in die Schule bringen zu können und Abends abzuholen. Und das ist jedesmal knapp eine Stunde Aufwand. Das motiviert einen ungemein. Auch mein Bruder ist einer der wichtigsten Personen in meinem Leben, er ist eigentlich an allen wichtigen Sachen beteiligt und hat immer einen Rat für mich. Ohne diese familäre Unterstützung könnte ich den Sport so garnicht ausüben, denn ein Internatsleben ist zwar super, aber kommt für mich irgendwie nie wirklich in Frage. Und das ich das trotzdem so machen darf, dafür bin ich meiner Familie besonders dankbar. Und leider muss ich auch viel für die Schule lernen, denn die ist nunmal sehr wichtig und Gymnasium ist nicht immer einfach. Und da bleibt jetzt nicht so viel Freizeit nach Schule, Training, Familie, Hunden und Lernen.

Und da wir schon viele spannende Einblicke erhalten haben, jetzt noch eine Frage – was isst du denn gerne und kannst du uns eine lustige Geschichte aus deiner Sportlerzeit erzählen?

Die Frage mit dem Essen geht unheimlich schnell. Ich liebe Eis in jeglicher Form. Mit Eis macht man mich immer glücklich! Egal welche Sorte, egal wieviel. Eis ist immer angebracht. Zu der lustigen Geschichte gibt es eigentlich zwei prägende für mich. Die eine fand in der U12 statt. Wir waren bei einem Spiel, alle völlig im Rhytmus und motivert am spielen und als der Ball übers Netz kam, hab ich den einfach mal wie ein top Torhüter gefangen und als wär nichts gewesen, nach einer Zeit einfach weitergespielt. Das war so unfassbar peinlich und alle haben Tränen gelacht… bis heute…

Die andere Situation fand beim letzten Bundespokal statt. Wir haben in unserem Hotel die Zimmerkarten erhalten und ich bin mit Franzi Richtung unserem Zimmer gelaufen. Und da Franzi noch etwas auf sich warten ließ, wollte ich schonmal ins Zimmer. Habe die Karte zum Türöffnen eingeschoben und ohne was zu denken die Tür mit einem Zug aufgemacht und bin erstmal direkt einen großen Schritt in den Raum gegangen und aufeinmal trifft mich der Schlag. Da stand ein halbnackter Mann und eine halbnackte Frau mittem im Raum… die, wie wir später erfahren haben leider noch nicht ausgecheckt hatten. Die haben mich angesehen, ich hab sie angesehen und musste dann erstmal ganz schnell weg und hatte den wohl größten Lachflash meines Lebens… Diese Blicke werd ich wohl nie vergessen, wie überrascht dieses Paar geschaut hat …

 

Na mit euch erlebt man ja was… Vielen Dank für deine tollen Einblicke in deine sportliche und private Karriere und weiterhin kühlen Kopf auf dem Spielfeld.