VC Olympia Dresden e.V.

Hey ich bin´s – Teil 7 – Franziska Nitsche

In unserer Rubrik „Hey, ich bin´s“ stellen wir in regelmäßigen Abständen eine unserer Spielerinnen des VCO 1 vor. Diese Woche haben wir uns mit Franziska Nitsche unterhalten. Langweilig wird es mit ihr sicherlich nie, aber lest selbst.

Hey Franzi, kannst du dich bitte kurz unseren Fans vorstellen?

Hey! Mein Name ist Franziska Nitsche, gerne Franzii (laut Franzi mit doppel i) genannt und ich komme aus Chemitz. Ich bin aktuell 17 Jahre alt und spiele auf der Außen-Annahme. Ich spiele mittlerweile schon seit 4 Jahren beim VCO. Das erste Mal hatte ich einen Volleyball bewusst vor rund 9 Jahren in der Hand und bin seit dem Feuer und Flamme für den Sport. Der Grund warum ich überhaupt Volleyball spiele ist, dass ich es immer gemein fand, meiner Schwester, welche auch Volleyball spielt, zuschauen zu müssen. Das schien auch meine ehemalige Trainerin gemerkt zu haben und fragte mich, ob ich nicht auf mit spielen will.

Nach vielen guten Jahren Volleyball gab es in der letzten Saison eine extreme Leistungsexplosion bei dir. Lag das eventuell auch am extremen Vertrauen des Trainers in dich?

Ja, dass stimmt. Die vergangene Saison war echt sensationell. Grundlegend hat einfach vieles zusammen gepasst. Sozusagen auch das Quentchen Glück. Ich habe viele Jahre, wie alle Mädels, hart trainiert und gemerkt, dass ich manchmal noch ein Stückchen mehr geben kann. Die winzigen Veränderungen haben einfach dazu geführt, dass meine Angriffe noch gefährlicher wurden und die Annahme stabiler gelang. Das ich dann mit guter Wahrscheinlichkeit auch fürs Spiel gesetzt war, gab mir immernoch einen besonderen Schub, ganz ohne Last. Diese Sicherheit hat mich dann noch weiter gestärkt, einfach in bestimmten Situationen das von unserem Trainer verlangten 100 %ige Risiko zu gehen oder teilweise wirklich einfach versuchen was geht, auch wenn die Chance auf einen Punkt extrem schlecht stand. Dieses Vertrauen und die Punkte danach haben mir dann immer weiter Aufwind gegeben. Und das ich dann noch mit zur EM, also der WM Quali nach Holland durfte, war die Krönung auf die Saison bzw meiner ganzen bisherigen Karriere.

Du sagst es, du bist mit zur Europameisterschaft nach Holland gefahren. Wie kam diese überraschende Entscheidung bei dir an?

Ich hab mich natürlich riesig gefreut. Es war wahnsinnig toll, nach dieser Saison im Verein auch noch einmal international spielen zu können. Das eigene Land vertreten, mit so vielen hoch talentierten Mädels in einer neuen Mannschaft zusammen zu spielen und so viel zu erleben war einfach der helle Wahnsinn. Dass wir die Qualifikation dann gegen solch starke Gegner für die Weltmeisterschaft gepackt haben, war unbeschreiblich. Solch Momente vergisst man einfach nicht.

Jetzt hast du die Schule beim VCO mittlerweile beendet und musstest auch aus dem Internat ausziehen. Wie ist denn das neue Leben abseits des Volleyballinternats und welche Vorteile/Nachteile gibt es?

Es ist auf jedenfall ein neuer Lebensabschnitt. Jahrelang hat man im Internat in Dresden gewohnt und die Spielerinnen fast 24 Stunden um sich gehabt. Neben meiner richtigen Familie, sind sie auch ein zweiter Teil meiner Familie, welcher jetzt – abseits vom Training – schon deutlich fehlt. Aber die eigenen 4 Wände ermöglichen auch viele Vorteile. So kann ich machen was und wann ich will. Ob es die Musik ist, die ich so laut hören möchte, der Zeitpunkt duschen zu gehen oder wenn ich meine Ruhe will. Im Internat lebt man immer mit Kompromissen, die auch echt gut funktioniert haben, aber jetzt gibt es mir noch ein Stück mehr Freiheiten. Doch jede Medailie hat eine zweite Seite. Die Mädels und die Gespräche Abends fehlen mir schon extrem. Im Internat hat man auch permanent Spass mit den Mädels. Ob abends vorm Fernseher, beim unterhalten oder bei wilden Duschschlachten mit extremen Ausmaße. Doch mehr erzählen wir da mal lieber nicht. 😉

Jetzt kommen wir auch schon zur letzten Frage. Was isst du den besonders gern und könntest du uns bitte noch einen Einblick in diese vielen lustigen Momente geben, die man so schnell nicht vergisst?

Mein Lieblingsessen ist schwer. Ich würde sagen, Käsespezle von meiner Mama. .. oder Vanille Pudding. Oh mein Gott, damit macht mich wirklich jeder glücklich, definitiv Vanille Pudding.! Und lustigen Sachen gab es tatsächlich viele. Die Duschschlacht lassen wir mal weg, da gab es auch ziemlichen Ärger danach. Eine andere fand vor einigen Jahren bei der deutschen Meisterschaft U18 statt. Ich teilte mir mit meiner Schwester, welche mit im Kader war, ein Zimmer. Und als ich Abends erschöpft im Bad war und mich abschminken wollte, kniete ich mich – der Erschöpfung wegen – auf den Klodeckel. Als es in unserem Zimmer nur noch knallte, wusste meine Schwester und wahrscheinlich alle aus den Nachbarzimmern ganz genau was Sache war. Ich, die wiedermal das ganze Pech für sich gebucht hatte und einen defekten Deckel. Nach ungefähr 15 Minuten dauerlachen haben wir uns dann mal wieder einbekommen… aber sowas passiert halt immer mir…

 

Danke Franzi, dass du dir Zeit genommen hast für das Gespräch. Wir wünschen dir weiterhin eine stabile Annahme, viel Glück bei den risikoreichen Bällen und jede Menge Spass innerhalb und auserhalb der Mannschaft.