VC Olympia Dresden e.V.

Hey, ich bin’s – Teil 5 – Lydia Stemmler

In unserer beliebten Rubrik „Hey ich bin´s“ stellen wir euch diese Woche unsere Außenangreiferin Lydia Stemmler vor. Doch das ist sie noch nicht lang! Auch in ihrem Leben dreht sich alles um den Ball, doch lest selbst!

Hey Lydia! Kannst du dich mal für unsere Leser vorstellen?

Hey! Ich bin Lydia Stemmler, 16 Jahre jung und komme aus dem wunderschönen Dresden. Ich spiele bereits seit 7 Jahren Volleyball und bin seit 2013 beim VCO. Meine bisherige sportliche Entwicklung führte mich von der Bezirksklasse Ost über die Regionalliga bis hin zur 2. Bundesliga, in der ich jetzt in der 2. Saison spiele. Seit der 5. Klasse besuche ich das Sportgymnasium Dresden und kann dadurch optimal Schule und Sport miteinander verbinden.

Wie bist du denn zum Volleyball gekommen? Man hört, es war recht ungewöhnlich?

Ja, das stimmt. Bereits im Kindergarten und in der Grundschule war ich sportlich aktiv, ging regelmäßig zum Showtanz und spielte in der Grundschule Handball. Ich wollte mir verschiedene Sportarten ansehen und ausprobieren. So kam es, dass ich am 13.10.2010 in der Margon Arena mein erstes Volleyballspiel sah, die Deutsche Nationalmannschaft gegen ein Allstar Team der Deutschen Bundesliga. Dies war ein Tag der – wie sich später heraustellen sollte – mein Leben grundlegend verändert hat. Schon ein paar Tage später ging es in den Oktoberferien zum Probetraining des Dresdner SC und und seit dieser Zeit bin ich dabei. Ich habe meinen Entschluss, mich voll auf die faszinierende Sportart Volleyball zu konzentrieren, nie bereut. Heute spiele ich mit meiner Glücksnummer 13 in der 2. Bundesliga und den Nachwuchsmannschaften des Dresdner SC. Ein Weg und eine Entwicklung, die ich mir am 13.10.2010 niemals vorstellen konnte, ich bin aber superglücklich darüber, dass es so gekommen ist.

Nicht nur du gibst alles für den Sport, sondern auch deine Familie. Besonders dein Vater ist ja eine leitende Figur in unserere Fanszene. Wie nimmst du das wahr?

Ja das stimmt, mein Vater ist immer und überall dabei. Als „E-Teamchef“ (E=Eltern) kümmert er sich um das Wohl unserer Eltern sowie mitreisenden Fans und organisiert Hotelübernachtungen, Restaurantbesuche und vieles mehr. Er hat unsere Fanfahnen entworfen, die bei Meisterschaften und Auswärtsspielen vor dem Fanblock hängen und erstellt seit ein paar Jahren die Fotoshow zur jährlichen VCO-Abschlussveranstaltung. Also alles Dinge, die nicht selbstverständlich sind! Dafür bin ich sehr dankbar, denn so sehe ich, dass er und auch der Rest meiner Familie mich indem, was ich tue, immer unterstützen und hinter mir stehen. In guten sowie auch mal in schlechten Zeiten.

Beim ersten Heimspiel sahen wir dich auf einer neuen Position. Du spielst fortan auf der Diagonalposition und verlässt den Mittelblock. Wie kommt es?

Ja, es gab ein Wechsel. Bereits Ende der letzten Saison kam Herr Neudeck auf mich zu und fragte mich, was ich denn von einem Wechsel auf Diagonal halte, da er diese Position gerne mit mir ausprobieren würde. Diagonal ist eine Position, die mir schon immer gefallen hat, da man viel blocken, aber natürlich auch angreifen kann. Bis jetzt bereue ich meine Entscheidung nicht, ich brauche aber noch etwas Zeit für die Umstellung. Der Positionswechsel ist nicht ganz einfach, denn ich muss die Abläufe komplett neu lernen. Ich sehe dies aber als eine sehr interessante Herausforderung, die ich hoffentlich erfolgreich meistern werde. Aber schon beim ersten Spiel am letzten Wochenende konnte ich erste Erfahrung sammeln und es hat richtig Spass gemacht.

Wir erleben dich als zielstrebig. Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?

Ich würde mich als sehr ehrgeizig und selbstkritisch bezeichnen. Ich habe meinen Alltag sehr gut organisiert und kann mich voll auf Volleyball konzentrieren. Das hat so seine Vor- aber auch Nachteile. Ich glaube, ich will schon zu vieles perfekt können, was aber noch gar nicht geht, da man ja vor allem aus Fehlern lernt und mache mich deshalb selber fertig. Mir fällt es dann manchmal schwer, mich allein aus einem Tal wieder heraus zu kämpfen – aber ich arbeitet daran und versuche, auch in schwierigen Situationen die nötige Lockerheit zu behalten. Ich hoffe, dass mich dieser Ehrgeiz trotzdem immer antreibt, etwas besser zu machen und ich dem Team so helfen kann.

Was ist dein Lieblingsessen und was würdest du wählen wenn du für ein Jahr dein Handy, den Volleyballsport oder deine Lieblingssachen verzichten müsstest? Bei letzterem würde dich ein Fremder einkleiden?

Puh!…Ich habe kein richtiges Lieblingsessen, ich esse fast alles und sehr gern. Ich mag (natürlich nur ab und zu…) Thüringer Bratwurst, Pizza und Nutella. Aber bei der umfangreichen sportlichen Betätigung verbrauche ich aber auch viel Energie und muss darauf achten, dass ich mich richtig ernähre. Da kann man sowas schon mal essen =).
Und zum zweiten Teil der Frage: Ich denke, ich würde auf mein Handy verzichten, auch wenn das heutzutage kaum vorstellbar wäre. Meine Eltern haben mir erzählt, dass früher auch ohne Handy eine Kommunikation möglich war. Im Trainingslager oder bei Wettkämpfen müssen wir zumindest teilweise auch ohne Handy auskommen, ein wirklich schweres Unterfangen – aber es funktioniert 😉 . Und defintiv würde ich auf meinen Sport und meine Lieblingssachen nicht verzichten. Diese Dinge sind mir dann doch mehr wert und für mich unverzichtbar. Ohne Handy ginge es aber nur, wenn ich den Trainingsplan wieder in Papierform bekommen würde. 🙂

Vielen lieben Dank Lydia, dass du dir die Zeit genommen hast und wir dich ein Stück weit besser kennenlernen durften. Wir wünschen dir erholsame Ferien und punktreiche kommende Spiele auf deiner neuen Position.