VC Olympia Dresden e.V.

Derybsieg gegen Grimma vor voller Halle

Am Mittwoch 18.11.15, dem Feiertag in Sachsen, um 14:00 Uhr war es soweit. Das lang erwartete Sachsen-Derby stieg in der Sporthalle des SSZ am Messering. Das Duell der beiden Mannschaften hatte in mehrerlei Hinsicht Brisanz: einige Spielerinnen sind in den letzten Jahren vom VCO zum VV Grimma gewechselt – aktuell Steffi Kuhn und Sara Mater. Vorher auch Susanne Besa. Alle drei standen auch im Kader des VVG am Mittwoch. Zudem gelten die Grimmaerinnen als Favorit in der 2. Bundesliga Süd.

Nur 7 Spiele hatten sie absolviert und sortierten sich nicht weit hinter den Dresdnerinnen mit bereits 10 Spielen in der Tabelle ein. VCO-Trainer Jens Neudeck zählt die Sächsinnen zu den Top 3-Teams in dieser Saison. Dagegen ist der VCO Dresden neu aufgestellt. Viele Talente aus dem VCO 2 (Regionalliga !!) und Jahrgänge von 1998 bzw. 2000 prägen das Bild des „neuen“ VCO. Umso wichtiger dieser Standortbestimmung. Wort gehalten mit den versprochenen Fünf-Satz-Spielen hatten die jungen DSC-Talente bereits in den ersten Spielen, aber auch Niederlagen gegen Aufsteiger Neuwied kassiert. Ein richtiger Gegner eben für den Buß- und Bettag in Dresden.

Im ersten Satz begann die junge Dresdner Zuspielerin Meghan Barthel mit druckvollen Aufschlägen und Dresden konnte mit 3 Punkten in Führung gehen bevor die Abwehr schwächelte und Grimma mit starken Blöcken wieder heran kam. Die erste techn. Auszeit zeigte daher einen Spielstand von 8:7. Danach ging es hín und her – die Protagonisten beider Mannschaften konnte mit richtigen Hammern punkten. Steffi Kuhn kam für Grimma über Außen, Louise Wolf und Maike Henning konnten den VCO immer wieder in Führung bringen, so dass ein 16:13 zum Satzgewinn mit 25:21 für den VCO führte.

Der zweite Satz wurde zunächst noch deutlicher, über ein 8:4 führte der schwere Weg des VCO bis zu einem 11:11. Grimma machte seinem Ruf alle Ehre und punktete klug und mit Übersicht. Dresden konnte die Bälle nicht mehr verwerten. Grimma konnte davon ziehen und Steffi Kuhn packte einen nach dem anderen Hammer aus: 18:11. Erst danach griffen die Blöcke des VCO über Elli Lowke und Cassandra Klinner. Trainer Jens Neudeck versuchte noch über eine Auszeit beim 13:21 etwas zu retten, doch Grimma ließ sich diesen Satz nicht mehr nehmen – 15:25.

Der dritte Satz war ein ständiges Hin und Her, beide Mannschaften hatten ihre Stärken im Fokus: Grimma mit Trick und Übersicht und Dresden mit Witz und Frechheit. Ein knappes 7:8 stand zur 1. Auszeit auf der Tafel. Beide Mannschaften mit langen, unermüdlichen Ballwechseln und dem Versuch davon zu ziehen. Leider spielte ab dem 10:13 auch der Schieri etwas mit, so dass ein Rückstand des VCO entstand, der die Zuschauer im SSZ schon die Klarheit des Duelles sehen ließ. Aber Nein: der VCO kämpfte sich zurück. Punkt für Punkt und Block für Block kam der VCO wieder heran. Louise Wolf und Maike Henning, die immer wieder über die Mitte punktete trugen entscheidend zum Satzgewinn des VCO zum 2:1 bei!

Der vierte Satz wurde zur Zitterpartie und das 7:8 zur ersten Auszeit hieß für Viele bereits das „OK- ein weiteres 5-Satz Match“ und auch das 16:15 zur 2.Auszeit brachten keinen anderen Eindruck. 22:22, 23:23 und 24:24 hieß es wenig später. Die Halle mit über 250 Zuschauern kochte, alle klatschten und jubelten und forderten die VCO-Mädels zum weiteren Kampf auf. Maike Henning am Aufschlag – Atemlosigkeit 25:24 VCO, Grimma hat Probleme in der Annahme; wieder Maike Henning mit Ruhe und Übersicht: Aufschlag, Annahme Grimma, Zuspiel, Angriffsschlag Grimma – AUS !!!! 26:24 Der VCO schlägt den Favoriten 3:1 und nimmt volle 3 Punkte aus diesem Spiel mit. Auf den Rängen gab es kein Halten mehr, die Mädels tanzten ausgelassen auf dem Spielfeld und bedankten sich im Anschluss bei den Zuschauern, die sicher einen guten Beitrag zum Sieg geleistet haben!

Am Abend dieses Feiertages machten es noch die großen DSC-Damen nach und besiegten den VC Wiesbaden auswärts ebenfalls mit 3:1, womit das Ticket für das Pokal-Halbfinale gelöst wäre. Nach Ende aller Viertelfinal-Partien erfolgte die Auslosung: Heimspiel in der Margon Arena ! Und: gegen die Ladies in Black Aachen ! Am 02.12.15 ist es soweit. Damit ist zwar das Stimmungs-Traumfinale DSC gegen LIB am 28.02. in Mannheim nicht mehr möglich, aber ein Fest wird der weitere Kampf um den Pokal Allemal ! Wir vom VCO drücken die Daumen!