VC Olympia Dresden e.V.

Die „Engel“ vereiteln den „Teufelchen“ einen guten Start in 2015

Das erste Spiel in 2015 führte die Mädels des VC Olympia Dresden nach Leipzig Engelsdorf, wo eine junge aufstrebende Mannschaft noch immer ihren Aufstieg in die 2. Volleyball Bundesliga feiert. Trotz kleiner, dunkler Halle mit wenigen Zuschauerplätzen auf Spielfeldhöhe versammelt sich dort eine begeisterte Fangemeinde und sind viele Helfer und Begeisterte bei der Sache. Ein Hallensprecher und DJ heizt den wenigen Zuschauern ordentlich ein, das Spiel wird mit einer Videokamera von einem Baugerüst aus aufgezeichnet, das Lokalfernsehen berichtet und im zugigen Hallenflur haben fleißige Hände ein tolles Imbiss- und Getränkeangebot gezaubert. Sogar Fanreisen über ein Busunternehmen zu Auswärtsspielen werden beworben. Dieses Umfeld überträgt sich auf die Mannschaft. Das junge Team um Trainer Ronny Lederer lebt diesen „Volleyballtraum“.

Die Dresdnerinnen zeigten sich davon zunächst unbeeindruckt, als sich beim Einspielen die Halle zunehmend füllte. Man hatte den Eindruck als wären die Dresdner Anhänger gar in der Überzahl. Das glich sich jedoch bis Spielbeginn aus. Beide Mannschaften aggierten auf Augenhöhe. Sichere Aufschläge, aber nervöse Spielzüge prägten im ersten Satz das Bild. VCO Trainer Jens Neudeck vertraute einmal mehr einigen Stammspielerinnen wie Maria Kirsten im Zuspiel, Luise Wolf im Angriff, Elli Lowke als Mittelblock, sowie Michelle Petter auf der Libero-Position. Das Spiel der Dresdnerinnen wollte aber einfach nicht ins Laufen kommen: zu viele Eigenfehler durch „zu kompliziertes Spiel“ resumierte der Trainer im Anschluss. Die Engelsdorferinnen hingegen schienen gut auf den Gegner vorbereitet zu sein und zeigten eine konzentrierte, disziplinierte Leistung insbesondere in der Abwehr. Sie zogen ein einfaches, aber effektives Spiel auf und deckten alle Räume auf dem Feld gut ab. Nicht die meisten Bälle, aber doch die Fäden bei den „Engeln“ hält eine „Mini-Kiki“, wie die Dresdner scherzhaft sagten, in der Hand: Nora Ebert (ebenfalls Nr. 4 und ebenfalls Mittelblock). Sie forderte ihr Team immer wieder zum konzentrierten druckvollen Spiel, was die beiden Leistungsträgerinnen im Außenangriff nur zu gern umsetzten. Bei den DSC-Talenten auf der gleichen Position konnte Luise Wolf nicht so erfolgreich punkten, weil entweder der Leipziger Block funktionierte oder der geschlagene Ball im Aus landete (was bei dem Liniengewirr in der Schulsporthalle wohl nur den Schiedsrichtern erkannbar war). Unerwartet und enttäuschend verloren die Mädels des VCO das Spiel in Leipzig mit 3:1. Das konnte selbst VCO-Teufelchen Burny nicht verhindern und so feierten am Ende die Engel aus Engelsdorf.